US-Eröffnung: Leichter – Wal-Mart nach Zahlen unter Druck

Die US-Notenbank teilte am Nachmittag mit, zunächst keine weiteren Offenmarktgeschäfte durchführen zu wollen.


Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,41 Prozent auf 13.182,15 Zähler ab. Der marktbreite S&P-500-Index sank um 0,34 Prozent auf 1.447,96 Zähler. An der NASDAQ verlor der Composite-Index 0,03 Prozent auf 2.541,36 Punkte. Der Auswahlindex NASDAQ 100 gab um 0,12 Prozent auf 1.932,14 Punkte nach.


Konjunkturdaten seien am Dienstag allerdings uneinheitlich ausgefallen, sagten Händler. Die US-Erzeugerpreise sind im Juli stärker als erwartet gestiegen. Die Kerninflationsrate ohne die stark schwankenden Lebensmittel- und Energiepreise kletterte zum Vormonat aber weniger als erwartet um 0,1 Prozent. Das Defizit in der Handelsbilanz ging im Juni überraschend zurück.


Die Aktien von Wal-Mart Stores fielen um 5,97 Prozent auf 43,92 US-Dollar. Der US-Einzelhändler hatte im zweiten Quartal seinen Gewinn gesteigert. Für das Gesamtjahr senkte der Konzern indes seine Gewinnerwartungen.


Titel von Home Depot gaben nach Zahlen 2,10 Prozent auf 34,50 Dollar ab. Die weltgrösste Baumarkt-Kette hatte im zweiten Quartal und den ersten sechs Monaten dieses Jahres wegen des schwachen US-Baumarktes und fallender Immobilienpreise einen starken Gewinnrückgang verbucht. Die amerikanischen Hausbesitzer hielten sich angesichts der rückläufigen Hauspreise mit Renovierungen zurück, und die Neubauaktivitäten waren in den USA ebenfalls stark rückläufig.


Mattel-Papiere verloren 3,69 Prozent auf 22,70 Dollar. Der Spielzeughersteller will weitere in China hergestellte Produkte zurückrufen, nachdem er bereits vor weniger als zwei Wochen 1,5 Millionen dort gefertigter Spielsachen zurückgerufen hatte.


Titel von Beazer Homes gaben 6,65 Prozent auf 11,52 Dollar nach. Die Ratingagentur Moody`s hat alle Ratings für den von der US-Hypothekenmarktkrise geplagten Eigenheimbauer unter Beobachtung gestellt und erwägt eine Herunterstufung. Zuvor hatte die Führung des Unternehmens gesagt, sie könne den Bericht für das dritte Geschäftsquartal nicht pünktlich vorlegen.


Versicherungstöchter der Investmentbank übernehmen. Aegon werde die Merrill Lynch Life Insurance Co und ML Life Insurance Co of New York für insgesamt 1,3 Milliarden Dollar in bar kaufen, teilten die Unternehmen am Montagabend mit. Der Deal, der bis Ende des vierten Quartals abgeschlossen sein soll, ist Teil einer strategischen Partnerschaft zwischen beiden Konzernen.


Aktien von SCM Microsystems verloren 3,52 Prozent auf 2,74 Dollar. Das deutsch-amerikanische Elektronikunternehmen stellt sich nach einem Umsatzeinbruch und höheren Verlusten im zweiten Quartal auch für das Gesamtjahr auf einen Rückschlag ein. Statt des ursprünglich erwarteten Umsatzwachstums um 15 bis 20 Prozent sei nun mit einem Erlösminus von 10 bis 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sowie mit einem operativen Verlust zu rechnen, teilte das Unternehmen mit. (awp/mc/gh)

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