US-Eröffnung: Moderate Gewinne – ‹Grosser Verfall› dominiert

Üblich sind dann kräftige Schwankungen der Kurse auch ohne wesentliche Unternehmens- oder Konjunkturnachrichten. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) stand zuletzt 0,26 Prozent höher bei 10.461,75 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,26 Prozent auf 1.118,97 Punkte zu. An der technologielastigen Nasdaq rückte der Composite-Index um 0,45 Prozent vor auf 2.317,53 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,52 Prozent auf 1.920,61 Punkte.


Die in den USA gelisteten Aktienersatzscheine von BP stiegen einen Tag nach der Anhörung von Unternehmenschef Tony Hayward vor dem Kongress um 1,45 Prozent auf 32,17 Dollar. Händlern zufolge sind die Anleger zuversichtlich, dass der 20-Milliarden-Dollar-Fonds zur Beseitigung der Öl-Schäden ebenso die erhitzen Gemüter beruhigen kann wie die 100 Millionen Dollar für Ölarbeiter, die durch die Katastrophe arbeitslos geworden sind. Andererseits hatten sich US-Politiker nach dem sechsstündigen Kreuzverhör unzufrieden mit Haywards Auskunftsbereitschaft gezeigt. Der Brite habe in der mit Spannung erwarteten Anhörung am Donnerstag in Washington die ganze Zeit «gemauert», sagte der Vorsitzende des Energieausschusses, Henry Waxman.


Aktien von Walgreen verteuerten sich um 3,79 Prozent auf 30,38 Dollar. Die grösste Drogeriemarktkette der USA hatte sich mit dem Einzelhandelsunternehmen der Pharmaziebranche CVS Caremark auf eine Kooperation geeinigt. CVS-Titel gewannen 3,17 Prozent auf 32,85 Dollar.


Titel der Citigroup rückten um 0,25 Prozent auf 3,97 Dollar vor. Einem Medienbericht zufolge will das Finanzinstitut noch in diesem Jahr mit seinem Private-Equity- und Hedge-Fonds-Geschäft mehr als drei Milliarden Dollar erlösen.


Papiere von Motorola fielen um 0,56 Prozent auf 7,15 Dollar. Der angeschlagene Telekomkonzern will einem Zeitungsbericht zufolge Milliarden in seine vor der Abspaltung stehende Handysparte stecken. Motorola plane, einen Grossteil seiner Schulden zurückzuzahlen, seine verbleibenden Barmittel – etwa drei bis vier Milliarden Dollar – sollen in das Handygeschäft investiert werden, schreibt das «Wall Street Journal» unter Berufung auf Kreise.


Titel des Biotechunternehmen Adolor brachen gar um 15,33 Prozent auf 1,27 Dollar ein. Händler verwiesen darauf, dass zwei Arthrose-Medikamente, die Adolor gemeinsam mit Pfizer entwickele, nicht entscheidend wirkten. Pfizer-Anteilsscheine sanken um 1,36 Prozent auf 15,26 Dollar. (awp/mc/gh/30)

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