US-Eröffnung: Schwach – Arbeitsmarktbericht und Ungarn belasten

Händler verwiesen zudem darauf, dass der Zuwachs im privaten Sektor schwach ausgefallen sei. Auch Aussagen aus der ungarischen Regierung über die schlechte Finanzsituation des Landes trübten die Stimmung.


Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) fiel am Nachmittag um 1,54 Prozent auf 10.097,26 Punkte und hatte keinen einzigen Gewinner vorzuweisen. Am Vortag hatte der US-Leitindex noch an die deutlichen Kursgewinne vom Mittwoch anknüpfen können und knapp im Plus geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 1,36 Prozent auf 1.087,78 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq begab sich ebenfalls auf Talfahrt: Der Nasdaq-100-Index verlor 1,00 Prozent auf 1.876,62 Punkte und auch für den Composite-Index ging es um 1,16 Prozent nach unten auf 2.276,28 Punkte.


Ölkonzerne standen an der Wall Street weiterhin im Blickfeld der Anleger. Während die Aktien des an der verunglückten Ölplattform beteiligten Unternehmens Anadarko Petroleum um 4,32 Prozent auf 48,05 Dollar zulegten und zu den besten Werten im S&P-500-Index gehörten, büssten die an der Wall Street gehandelten BP-Papiere weitere 2,11 Prozent auf 38,42 Dollar ein. Der britische Energiekonzern vermied auf einer Investorenkonferenz eine Zusage für kommende Dividendenzahlungen, sieht sich finanziell aber gut gerüstet für den Kampf gegen die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.


Banken lagen mit neuen Sorgen um die Haushaltslage in europäischen Ländern im Minus. Citigroup gaben 2,02 Prozent auf 3,88 Dollar nach. JPMorgan und Bank of America verloren ebenfalls mehr als ein Prozent. Ein hochrangiger Vertreter Ungarns wurde am Freitag mit den Worten zitiert, sein Land habe nur eine «geringe Chance, eine Situation wie in Griechenland zu vermeiden».


Eine negative Analystenäusserung belastete die Papiere von United States Steel, die 3,73 Prozent auf 43,59 Dollar abgaben. Goldman Sachs hatte die Titel des Stahlkonzerns von seiner «Americas Conviction Buy List» genommen.


Der McDonald’s-Kurs fiel um 0,77 Prozent auf 67,33 Dollar. Die Schnellrestaurant-Kette muss in den USA rund 12 Millionen Gläser zurückrufen, die Motive der neuesten Fortsetzung des Animationsfilms «Shrek» zeigen. Die verwendete Farbe ist mit Cadmium belastet. (awp/mc/ps/25)

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