US-Eröffnung: Schwach – Rohstoffpreise und Konjunkturdaten drücken

Unterdessen entfernte sich der Ölpreis leicht von seinen Jahresshöchstständen und brachte damit Rohstofftitel unter Druck. Am Abend könnten noch Daten vom Immobilienmarkt für Bewegung sorgen.


Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) fiel im frühen Handel um 1,60 Prozent auf 8.658,16 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index sank um 1,68 Prozent auf 930,34 Zähler. An der Technologiebörse NASDAQ verlor der Composite-Index 1,93 Prozent auf 1.823,01 Zähler. Für den Auswahlindex NASDAQ 100 ging es um 1,89 Prozent auf 1.461,82 Punkte nach unten.


Am Ende des Dow Jones sackten Alcoa um 5,42 Prozent auf 11,34 Dollar ab. Händler verwiesen insbesondere auf gesunkene Rohstoffpreise, die bereits in London die Titel der Branche unter Druck gesetzt hatten. Unterdessen gab der Aluminiumkonzern den Verkauf einiger Randgeschäfte aus dem Elektronikbereich bekannt. Im zweiten Quartal werde aus diesen nicht-fortgeführten Aktivitäten noch ein Rekordverlust erwartet. Auch Ölwerte wie ExxonMobil verbuchten Verluste. Exxon gaben um 1,48 Prozent auf 72,69 Dollar nach.


Für Wal-Mart Stores ging es um 2,43 Prozent auf 48,63 Dollar nach unten. Die Analysten von Goldman Sachs hatten die Titel von «Buy» auf «Neutral» abgestuft. In naher Zukunft seien keine positiven Impulse zu erwarten, die den Kurs nach oben treiben könnten, hiess es in der Studie. Der Kostendruck dürfte hoch bleiben.


Auch Boeing gehörten mit Verlusten von 3,40 Prozent auf 49,69 Dollar zu den besonders schwachen Werten. Der US-Flugzeughersteller rechnet zwar bereits Mitte nächsten Jahres mit einer Erholung des weltweiten Luftfahrtmarktes, wie steil der Aufschwung sein werde, blieb indes unklar. «Wir könnten beim weltweitem Verkehr die Talsohle erreicht haben», sagte der Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Scott Carson, auf der weltgrössten Luftfahrtmesse in Paris-Le Bourget lediglich.


Die Aktien der Bank of America fielen um 2,26 Prozent auf 13,41 Dollar. Analyst Richard Bove von Rochdale Securities verwies auf «erschreckende» Kreditausfälle bei dem Finanzinstitut. Die Bank dürfte allein in diesem Jahr Kredit-Rückstellungen in Höhe von 46 Milliarden Dollar bilden, so der Experte. Dennoch, so meinte er, nehme das Vertrauen in die Bank und in ihr Management zu. Das Anlegermagazin «Barrons» sieht aber noch Potenzial für den Aktienkurs. Zwar seien viele Bankwerte bereits stark gestiegen, bei der Bank of America oder auch der Citigroup könnten Anleger allerdings noch «ein Schnäppchen machen.» Die Aktien der Citigroup hielten sich mit minus 0,86 Prozent auf 3,44 Dollar besser als der Markt. (awp/mc/ps/27)

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