US-Eröffnung: Standardwerte im Plus – Intel im Fokus

Am Markt wird mit positiven Zahlen gerechnet. Die Technologietitel zeigten allerdings keine einheitliche Entwicklung.


Der Dow Jones (DJIA) stieg um 0,11 Prozent auf 10.692,11 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index zeigte sich kaum verändert mit plus 0,03 Prozent auf 1.145,98 Punkte. An der Nasdaq rückte der Composite-Index um 0,15 Prozent vor auf 2.311,35 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq 100 sank zuletzt wieder ins Minus und gab um 0,17 Prozent auf 1.882,93 Zähler nach.


Vor allem die auf Monatssicht gesunkenen Einzelhandelsumsätze drückten auf die Stimmung, denn am Markt war für Dezember mit einem Anstieg gerechnet worden. «Das erinnert in aller Deutlichkeit daran, dass der Erholungsprozess lang und beschwerlich wird und dass das Vertrauen längst noch nicht wieder hergestellt ist», sagte Marktstratege David Buik von BGC Partners in London.


Mit wachsender Spannung werden inzwischen die Geschäftszahlen von Intel zum vierten Quartal erwartet. Die Bilanz des Chipherstellers gelte als der «wahre Start der Berichtssaison» in den USA, hob Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank hervor. Die Hoffnung auf ein gutes Ergebnis von Intel treibe die Technologiewerte derzeit insgesamt an, hiess es. Intel gewannen 1,77 Prozent auf 21,33 US-Dollar. Cisco Systems legten um 1,06 Prozent auf 24,90 Dollar zu und IBM stiegen um 1,25 Prozent auf 131,86 Dollar.


Ebenfalls eine herausragende Rolle dürfte im Handelsverlauf den Finanzwerten zukommen. Erneut gab es Spekulationen über eine von US-Präsident Barack Obama geplante Sonderabgabe für grosse Finanzkonzerne. Demnach soll mit den Zahlungen in den kommenden zehn Jahren etwa 90 Milliarden Dollar in die Staatskasse gespült werden, hiess es aus namentlich nicht genannten Kreisen des Weissen Hauses.


Unterdessen läuft vor einer Untersuchungskommission des US-Kongresses in Washington eine Anhörung von Spitzenmanagern führender Wall-Street-Banken. Geklärt werden soll, wodurch die schwere Finanzkrise verursacht wurde. Unter anderem räumten die Chefs von Goldman Sachs und Morgan Stanley am Tag zuvor Fehler ein. Sie vermieden aber jedes Wort einer Entschuldigung. Die Aktien von Goldman Sachs gaben um 0,44 Prozent auf 168,33 Dollar nach und die von Morgan Stanley sanken um 1,34 Prozent auf 30,53 Dollar. Die Aktien der Citigroup , der Bank of America und von JPMorgan hingegen legten zu. Die Bank JPMorgan, deren Aktien um 0,59 Prozent auf 44,51 Dollar stiegen, wird am Freitag ihre Quartalszahlen vorlegen.


Vor dem Hintergrund des Bieterkampfes um den britischen Süsswarenherstellers Cadbury standen auch die Titel des Lebensmittelherstellers Kraft Foods weiter im Blick und stiegen um 0,86 Prozent auf 29,48 Dollar. Wie bereits am Vorabend berichtet, bereitet der US-Schokoladenhersteller Hershey einem Pressebericht zufolge ein Gegenangebot für den Kauf von Cadbury vor. Das Angebot werde über dem mit 10,4 Milliarden britischen Pfund bewerteten Angebot von Kraft Foods liegen, berichtete die «Financial Times» im Internet unter Berufung auf Kreise. Hershey gewannen 0,27 Prozent auf 36,71 Dollar.  (awp/mc/pg/25)

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