US-Eröffnung: Uneinheitlich – FedEx belastet

So stiegen die US-Verbraucherpreise für Mai nicht so stark wie erwartet und das Leistungsbilanzdefizit verringerte sich im ersten Quartal.


Der Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) gab den dritten Tag in Folge nach und fiel im frühen Handel um 0,20 Prozent auf 8.487,96 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index sackte um 0,44 Prozent auf 907,97 Zähler ab. Zuvor war er bis auf 903,78 Zähler abgesackt und damit unter seine 200-Tage-Linie gefallen. An der Technologiebörse NASDAQ änderte der Composite-Index seine Richtung und rückte um 0,07 Prozent auf 1.797,45 Zähler vor. Der NASDAQ 100 erholte sich ebenfalls von seinen frühen Verlusten und stieg um 0,42 Prozent auf 1.449,26 Zähler.


Insbesondere FedEx standen im Rampenlicht und gaben 2,90 Prozent auf 49,93 US-Dollar nach. Der US-amerikanische Paketdienstleister ist in seinem vierten Geschäftsquartal stärker von der Krise in Mitleidenschaft gezogen worden als erwartet. Zudem gab das Unternehmen einen schwachen Ausblick auf das erste Quartal. Der Erzrivale von UPS stellte für das laufende Quartal einen Gewinn zwischen 30 und 45 Cent je Aktie in Aussicht. Experten waren indes im Schnitt von 70 Cent ausgegangen. Zwischen März und Ende Mai brach der Umsatz von 9,87 auf 7,85 Milliarden Dollar ein. Analysten hatten im Schnitt mit 8,35 Milliarden Dollar gerechnet. Beim Gewinn sackte FedEx zwar von 1,45 auf 0,64 Dollar je Aktie, blieb damit aber weit über den prognostizierten 0,52 Dollar.


Bankaktien wie Wells Fargo und US Bancorp reagierten negativ auf eine Abstufung durch die Ratingagentur Standard & Poor’s. Wells Fargo gaben 5,45 Prozent auf 23,07 US-Dollar nach und gehörten zu den schwächsten Werten im S&P-500-Index. US Bancorp verbilligten sich um 1,12 Prozent auf 17,66 Dollar. S&P hatte zuvor mitgeteilt, die Ratings und Ausblicke für 22 US-Banken gesenkt zu haben. Die Agentur erwartet wegen der volatilen Finanzmärkte und strikterer Regeln noch schlechtere Betriebsbedingungen für die Institute. Die Papiere namenhafter Banken wie etwa der Bank of America oder JPMorgan wurden zwar nicht in dem S&P-Report genannt, gaben aber dennoch zwischen drei und knapp fünf Prozent nach.


Die Titel des Brokers E*TRADE Group stürzten um 15,15 Prozent auf 1,40 Dollar ab. Das Unternehmen hatte zuvor unter anderem eine Kapitalerhöhung über mindestens 1,2 Milliarden Dollar angekündigt.


Die Anteilsscheine von Texas Instruments gehörten mit plus 2,03 Prozent auf 21,15 Dollar zu den wenigen Lichtblicken am Markt. Die Titel profitierten von einem positiven Analystenkommentar von Merrill Lynch. Die Bank stufte die Titel auf «Buy» hoch und setzte sie auf ihre «US 1 List». Die Margen des Halbleiter-Zulieferers dürften stärker steigen als vom Markt derzeit prognostiziert, hiess es zur Begründung.


Adobe Systems gewannen 1,06 Prozent auf 28,47 Dollar hinzu. Der Software-Hersteller hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss für das erste Quartal zwar einen gesunkenen Nettogewinn und Umsatz ausgewiesen, die Analystenprognosen bei Umsatz aber dennoch übertroffen. Der Gewinn je Aktie entsprach zugleich den Markterwartungen.


Öl-Werte wie ExxonMobil und Chevron notierten mit Abschlägen von einem halben und mehr als einem Prozent ebenfalls schwächer. Der Ölpreis sank nach den jüngsten Daten zu den Lagerbeständen auf ein Tagestief von 69,00 Dollar. Die Vorräte waren laut dem US-Energieministerium in der vergangenen Woche um 3,9 Millionen Barrel (je 159 Liter) auf 357,7 Millionen Barrel gesunken. Experten hatten lediglich einen Rückgang um 1,7 Millionen Barrel erwartet.  (awp/mc/pg/27)

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