US-Eröffnung: Uneinheitlich – Finanzspritze für Countrywide

Für Gesprächsstoff am Markt sorgte eine zwei Milliarden Dollar schwere Kapitalspritze für die in Bedrängnis geratene US-Hypothekenbank Countrywide. Die Transaktion durch die Bank of America lindert Börsianern zufolge Befürchtungen über eine Ausweitung der Probleme am Kreditmarkt.

Der Leitindex Dow Jones Industrial gewann 0,18 Prozent auf 13.259,54 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 0,07 Prozent auf 1.465,16 Zähler. An der NASDAQ hingegen ging es für den Composite-Index zuletzt um 0,16 Prozent auf 2.548,71 Punkte nach unten. Der Auswahlindex NASDAQ 100 verlor 0,03 Prozent auf 1.936,17 Zähler.

Countrywide-Aktien schossen um 6,51 Prozent auf 23,24 US-Dollar in die Höhe. Die Bank of America hilft der durch die amerikanische Kreditkrise in Bedrängnis geratenen US-Hypothekenbank aus der Klemme. Bank of America wird zwei Milliarden Dollar in Form nicht stimmberechtigter Wandelvorzugsaktien investieren. Die Aktien können für je 18 Dollar in Stammaktien umgewandelt werden. Anteile der US-Grossbank rückten um 0,19 Prozent auf 51,75 Dollar vor.

Papiere von Limelight Networks sprangen um 8,73 Prozent auf 9,20 Dollar in die Höhe. Das Internetunternehmen, das eine Plattform für digitale Medieninhalte betreibt, hat einen Vertrag mit Microsoft unterzeichnet, um die Leistung und Verlässlichkeit seiner Angebote zu erhöhen.

Anteilsscheine von Foot Locker gewannen 3,93 Prozent auf 16,14 Dollar. Die US-Sportartikelkette hat zwar im zweiten Quartal weniger verdient als im Vorjahr und wie erwartet einen Verlust ausgewiesen. Das Minus betrug 18 Millionen Dollar oder 0,12 Dollar je Aktie (EPS), wie das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Dennoch fiel das Ergebnis Händlern zufolge weniger schlecht aus als von Analysten befürchtet.

Aktien von Abercrombie & Fitch legten nach Quartalszahlen um 0,10 Prozent auf 77,71 Dollar zu. Händlern zufolge übertrafen der Gewinn und die Umsätze des Modeunternehmens die Erwartungen der Experten. Analystin Michelle L. Clark von Morgan Stanley betonte, das Zahlenwerk sei «solide» ausgefallen. Ihrer Meinung nach beurteilen die Marktteilnehmer jedoch den Ausblick von Abercrombie & Fitch derzeit zu positiv, so dass sie die Einschätzung «Underweight» für die Titel beibehalte.

Titel von Rambus gaben hingegen um 2,19 Prozent auf 13,86 US-Dollar nach. Neben Intel droht nun auch dem US-Computerchipkonzern ein hohes Wettbewerbsbussgeld der EU-Kommission. Rambus nehme nach ersten Erkenntnissen unverhältnismässige Lizenzgebühren für gewisse Patente auf so genannte DRAM-Chips (Dynamic Random Access Memory), teilte die Kommission mit. Solche Chips werden neben Computern unter anderem in Spielekonsolen von Nintendo oder Sony eingesetzt. Auch Intel-Papiere gaben nach und sanken um 0,50 Prozent auf 24,03 Dollar. (awp/mc/ar)

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