US-Eröffnung: Verluste – Vorgaben, Konjunkturdaten, Einzelhändler

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der abgelaufenen Woche sank überraschend. Als Belastungsfaktor nannten Börsianer zudem schwache Zahlen von Einzelhändlern, die Sorgen über die Konsumausgaben in den kommenden Monaten geweckt hätten.

Der Dow Jones Industrial gab im frühen Handel um 0,49 Prozent auf 13.297,94 Punkte nach. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,46 Prozent auf 1.505,55 Zähler. An der NASDAQ ging es für den Composite-Index um 0,51 Prozent auf 2.563,10 Zähler nach unten. Der Auswahlindex NASDAQ 100 verzeichnete einen Abschlag von 0,44 Prozent auf 1.897,21 Punkte.


Viacom zeigten sich nach der Bilanzvorlage kaum verändert mit minus 0,02 Prozent auf 42,01 US-Dollar. Der US-Medienkonzern verbuchte trotz eines Umsatzanstiegs im ersten Quartal deutliche Gewinneinbussen. Der Gewinn je Aktie (EPS) sei wegen eines überproportionalen Kostenanstiegs um 33 Prozent auf 0,29 US-Dollar gefallen, während der Umsatz um 16 Prozent auf 2,746 Milliarden Dollar anzog. Am Markt seien 2,551 Milliarden Dollar Umsatz und ein EPS von 0,32 Dollar erwartet worden, sagte ein Händler.

Für die Einzelhändler ergab sich nach Zahlen ein negatives Bild. Ausnahme war die Wal-Mart-Aktie mit plus 0,46 Prozent auf 48,15 Dollar. Der weltgrösste Einzelhändler wies in den USA im April auf vergleichbarer Fläche einen um 3,5 Prozent geringeren Umsatz aus. Dem Konzern zufolge veranlasste unter anderem das diesjährige frühere Osterfest Konsumenten, Einkäufe bereits im März zu tätigen. Der weltweite Gesamtumsatz sei dagegen um 3,7 Prozent gestiegen. In einer Spanne von 1 bis 2 Prozent soll der Umsatz in den USA im Mai und der Gesamtumsatz im zweiten Quartal zulegen, hiess es in der Mitteilung weiter.

Whole Foods brachen um 9,61 Prozent auf 41,40 Dollar ein, nachdem der Nahrungsmittelherste ller im ersten Quartal mit seinem Gewinn die Analystenerwartungen enttäuscht hat. Die HSBC senkte die Einstufung von „Neutral“ auf „Underweight“ und das Kursziel von 52 auf 36 Dollar. Für Hershey ging es nach einer Gewinnwarnung um 3,33 Prozent auf 53,16 Dollar nach unten. Der Süsswarenhersteller wird nach eigenen Angaben 2007 weniger verdienen als bisher erwartet und Pläne zur Schliessung von drei Fabriken bekannt gegeben. Federated Department Stores verloren 1,64 Prozent auf 63,10 Dollar, nachdem das Unternehmen entgegen der eigenen Prognose einen Umsatzrückgang auf vergleichbarer Fläche berichtet hatte.

Die Aktie NYSE Euronext verbilligte sich um 0,90 Prozent auf 83,47 Dollar. Händler verwiesen auf Gerüchte, der Börsenbetreiber wolle zusammen mit dem Fonds und Deutsche- Börse-Aktionär Atticus ein Angebot von 200 bis 220 Euro je Aktie des Frankfurter Konkurrenten vorlegen. „Keinen Kommentar“, sagte dazu ein Sprecher der Deutschen Börse am Donnerstag. NYSE und Atticus waren für einen Kommentar nicht erreichbar. (awp/mc/ar)

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