US-Industrie mit unerwartet viel Schwung

Der Indikator erreichte damit den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Volkswirte hatten nach dem Rückgang im Vormonat lediglich mit einem Anstieg auf 54,0 Punkte gerechnet. «Die US-Industrie geht offensichtlich mit einigem Schwung ins neue Jahr», kommentierte die Postbank die Daten. Insgesamt sei das Ergebnis «sehr positiv» zu beurteilen. Das kräftige Plus sei umso überraschender, als die zuvor veröffentlichten regionalen Stimmungsindikatoren ein «sehr gemischtes Bild» ergeben hätten, heisst es in einer am Montag veröffentlichten Studie.


Hoffnung auf Ende des Stellenabbaus
Auch die Helaba zeigte sich positiv überrascht. Die Daten bestätigten das Bild einer fortgesetzten Konjunkturerholung. «Positiv zu werten ist der gestiegene Beschäftigungssubindex, der Hoffnungen schürt, dass der Stellenabbau zum Erliegen kommt», heisst es in einer Studie. Am Freitag steht der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember zur Veröffentlichung an. Am Markt wird nur noch ein minimaler Beschäftigungsrückgang erwartet. Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.


Bauausgaben sinken überraschend deutlich
In den USA sind die Bauausgaben im November überraschend deutlich gesunken. Auf Monatssicht seien die Ausgaben um 0,6 Prozent zurückgegangen, teilte das US-Handelsministerium mit. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Ausgaben zudem um revidierte 0,5 Prozent (zunächst 0,0%) zurückgegangen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sanken die Bauausgaben im November um 13,2 Prozent. (awp/mc/ps/22)

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