US-Kreditversicherer Ambac meldet Quartalsverlust von 3,26 Milliarden Dollar

Das entspricht einem Verlust von 31,85 Dollar pro Aktie. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte Ambac eigenen Angaben zufolge noch einen Gewinn von 202,7 Millionen Dollar (1,88 Dollar je Aktie) erzielt.


Verlustgeschäfte mit Kreditderivaten
Als Ursache des Ertragseinbruchs nannte das Unternehmen Verlustgeschäfte mit Kreditderivaten. Durch Neubewertungen habe Ambac allein zwischen Oktober und Dezember des vergangenen Jahres Ausfälle in Höhe von rund 5,21 Milliarden Dollar vor Steuern verkraften müssen. In dieser Summe seien 1,11 Milliarden Dollar enthalten, die man zurückgelegt habe, um mögliche Forderungsausfälle im Zusammenhang mit unbeständigen «Subprime»-Hypotheken bedienen zu können.


Top-Bonität-Einstufung entzogen
Die Ratingagentur Fitch hatte Ambac bereits am Montag die bisherige Einstufung in die Gruppe der Versicherer mit Top-Bonität entzogen. In einer ersten Stellungnahme reagierte Ambac-Vorstandschef Michael Callen hierauf mit Unverständnis: Mit ihrer Entscheidung «unterschätzten» die Bonitätsprüfer «die Stärken und das zukünftige Potenzial» des US-Kreditversicherers. Die Aktie stieg in den ersten Handelsminuten um 16,94 Prozent auf 7,25 Dollar, nachdem sie in den vergangenen Wochen deutlich gefallen war.


Das Unternehmen kündigte an, «strategische Alternativen mit verschiedenen möglichen Partnern» zu sondieren, um Wege aus der Krise zu suchen. Unterdessen forderten Analysten mehrerer Rating-Agenturen Ambac zu einer Kapitalerhöhung auf. Mit Verweis auf die angespannte Marktlage hatte der Versicherungskonzern dies am Montag jedoch noch ausgeschlossen. (awp/mc/pg)

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