US-Pharmakonzern Merck & Co enttäuscht über Abbruch eines Vioxx-Verfahrens

Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, ist es für die Neuaufnahme des Verfahrens vorbereitet.


Anwälte bezeichnen Verfahren als «fehlerhaft geführt»
Die Anwälte der Klageseite hatten das Verfahren einem Pressebericht zufolge als fehlerhaft geführt bezeichnet und dabei auf einen Bericht des medizinischen Fachjournals «The New England Journal of Medicine» verwiesen. Darin werden den Autoren einer im Jahr 2000 von Merck & Co finanzierten Studie zum Schmerzmittel Vioxx geschönte Aussagen vorgeworfen. Das Verfahren wurde im Mai 2003 von der Ehefrau des verstorbenen Vioxx-Patienten Rochard Irvin in Palm Beach County angestrengt und zuletzt vor einem Geschworenengericht im texanischen Houston verhandelt.


«Keine Nachweise eines höheren Herzinfarktrisikos»
«Wir haben Beweismaterial dafür vorgelegt, dass es keine medizinischen oder wissenschaftlichen Nachweise eines höheren Herzinfarktrisikos durch die kurzzeitige Einnahme von Vioxx gibt», sagte Merck&Co-Anwalt Philip Beck. «Herr Irvin hat Vioxx weniger als einen Monat lang eingenommen.» Der Verstorbene habe eine Reihe von Risikofaktoren auf sich vereinigt, darunter teilweise verstopfte Arterien. «Wir glauben, dass Herr Irvin zu diesem Zeitpunkt einen Herzinfrarkt erlitten hätte, ob er Vioxx einnahm oder nicht.» (awp/mc/gh)

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