US-Pharmariese Merck & Co. mit Gewinneinbruch

Für das gesamte Jahr 2009 bekräftigte Merck & Co. seine Prognose für das Ergebnis vor Einmalkosten bei der geplanten Übernahme von Schering-Plough. Der Umsatz werde jedoch niedriger als bisher geplant ausfallen (2008: 23,9 Mrd. USD). Das Ergebnis je Aktie werde 2009 voraussichtlich zwischen 2,84 und 3,09 Dollar je Aktie (GAAP-Bilanzregeln) betragen. Beim Umsatz erwartet das im Dow Jones notierte Unternehmen im Gesamtjahr 23,2 bis 23,7 Milliarden Dollar. Bei Vorlage der Bilanz für 2008 wurde noch ein Anstieg auf 23,7 bis 24,2 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Vorbörslich geriet die Merck&Co-Aktie unter Abgabedruck.


Überschuss bricht ein – Steuergutschrift im Vorjahr
Im ersten Quartal brach der Überschuss stärker als von Experten erwartet um 57 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar ein. Im Auftaktquartal 2008 hatte Merck & Co jedoch eine Steuergutschrift von 1,4 Milliarden Dollar verbucht. Belastet von negativen Währungseffekten sei der Umsatz in den Monaten Januar bis März um acht Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar gefallen, wie der Konzern mitteilte. Zudem habe der Verlust des Patentes für das Diabetes-Medikament Fosamax auf den Umsatz gedrückt. Auch beim wichtigsten Medikament, dem Atemwegsmittel Singulair, verbuchte Merck & Co einen Umsatzrückgang um 4 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar.


40 Mrd. Dollar für Schering-Plough
Merck & Co. schluckt Schering-Plough gerade in einer gut 40 Milliarden Dollar schweren Übernahme. Der Abschluss der Übernahme sei für das vierte Quartal geplant. Pharma-Grosskonzerne suchen ihr Heil derzeit in Fusionen, weil sie immer mehr durch günstigere Nachahmer-Medikamente (Generika) der Konkurrenz unter Druck stehen.


Schering-Plough verdreifacht Gewinn im 1. Quartal
Auch Schering-Plough legte am Dienstag Quartalszahlen vor. Der Umsatz war zwar in den ersten drei Monaten wegen Währungseffekten um sechs Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar gefallen, der Gewinn verdreifachte sich aber auch durch Einsparungen fast auf 767 Millionen Dollar. Beide Konzerne haben deutsche Wurzeln und waren als US-Ableger deutscher Firmen entstanden. (awp/mc/pg/20)

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