US-Schluss: Dow fest – Positive Konjunkturdaten stützen

Der marktbreite S&P-500-Index kletterte um 1,66% auf 811,08 Punkte. An der Technologiebörse NASDAQ stieg der Composite-Index um 1,51% auf 1’551,6 Zähler. Der NASDAQ 100 legte 1,25% auf 1’252,51 Punkte zu.


Börsianer verwiesen auf die in der ersten Handelsstunde veröffentlichten Daten: Die Stimmung der US-Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe hellte sich im März überraschend deutlich auf. Der entsprechende Index stieg auf 36,3 Punkte; Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 36,0 Punkte gerechnet. Der dritte Anstieg des ISM-Indexes lässt laut Experten der Helaba auf eine allmähliche Konjunkturstabilisierung in den USA hoffen. Kurz vor Börsenstart hatte der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) bekannt gegeben, dass die Beschäftigung im US-Privatsektor im März so stark gesunken ist wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2001. Die ADP-Daten gelten als Indikator für die offiziellen Daten für den US-Arbeitsmarkt am Freitag und hatten den Auftakt der US-Börsen belastet.


Auf Unternehmensseite standen die Titel von General Motors (GM) erneut im Rampenlicht. Die Papiere rutschten mit minus 0,52% auf 1,93 USD erneut ans Index-Ende und bauten damit ihre Verluste der Vortage aus. Die Opel-Mutter General Motors (GM) steuert in ihrem Überlebenskampf immer mehr auf eine kontrollierte Insolvenz als letzte Chance zur Sanierung zu. Eine rasch und geordnet durchgezogene «Blitz-Insolvenz» mit der Aufspaltung in einen «guten» und einen «schlechten» Konzernteil ist laut US-Medien zunehmend wahrscheinlich. Weitere Hiobsbotschaften kamen mit Veröffentlichung der monatlichen Absatzzahlen für die US-Autobauer: GM verzeichnete im März einen Absatzrückgang von 45 Prozent. Der einst grösste Autohersteller der Welt verkaufte nur noch 156’380 Fahrzeuge auf seinem Heimatmarkt.


Finanztitel wie Citigroup , Bank of America und JPMorgan standen mit Kursgewinnen von bis zu knapp 6% an der Spitze des Dow Jones. JPMorgan steigen um 5,87% auf 28,14 USD. Die Bank verkaufte ihren Mehrheitsanteil an einer unabhängigen Research-Firma an die Hidary Group. Finanzielle Details wurden nicht bekannt.


Aus Brüssel drangen zwar gute Nachrichten für Einzelhändler und Kreditkarten-Nutzer aber schlechte Nachrichten für die Mastercard-Aktionäre nach Übersee: Mastercard senkt auf Druck der Europäischen Kommission seine umstrittenen Abrechnungsgebühren. Deshalb eröffnet die Kommission kein Verfahren gegen die Kreditkartenfirma. Sie hatte Mastercard wegen wettbewerbsbeschränkender Geschäftspraktiken mit täglichen Bussgeldern gedroht, falls das Gebührenmodell nicht geändert werde. Gleichzeitig bekräftigte die Kommission, weiter gegen Visa vorzugehen. Die Aktien von Mastercard sackten um 4,42% auf 160,08 USD. Visa fielen um 2,36% auf 54,29 USD. American Express stiegen hingegen mit plus 7,36% auf 14,44 USD an die Dow-Spitze.


Die Aktien von Boeing fielen nach einem negativen Analystenkommentar um 0,39% auf 35,44 USD. Wachovia senkte den kompletten zivilen Luftfahrtsektor von «Overweight» auf «Market Weight». Kurzfristig dürfe es schwierig für den Sektor werden, besser als der Gesamtmarkt abzuschneiden. Zudem senkten die Analysten ihr Urteil für Boeing selbst auch auf «Market Weight».


Der Chemiekonzern Dow Chemical vereinbarte mit dem Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta eine gegenseitige Lizenzierung von Mais-Traits zur Schädlingsbekämpfung vereinbart. Mit diesem Abkommen haben beide Unternehmen Zugriff auf bestimmte Pflanzeneigenschaften des Partners und können diese mit den eigenen kombinieren. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben. Zudem schloss Dow Chemical die rund 15 Milliarden schwere Übernahme des Spezialchemie-Anbieters Rohm & Haas ab. Der Kurs von Dow Chemical stieg um 4,51% auf 8,81 USD. DuPont zählten mit plus 4,97% auf 23,44 USD ebenfalls zu den gefragten Werten. (awp/mc/pg/34)

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