US-Schluss: Dow Jones gut behauptet – Sinkender Ölpreis stützt

Im Dow Jones legten vor allem die Finanzwerte zu, an der NASDAQ sprangen die Titel von Amazon.com nach vielversprechenden Analystenkommentaren zwischenzeitlich um knapp elf Prozent.


Der Dow-Jones-Index (DJIA) gewann 0,41 Prozent auf 11.782,35 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 0,69 Prozent auf 1.305,32 Punkte. An der NASDAQ legte der Composite-Index um 1,07 Prozent auf 2.439,90 Zähler zu. Der NASDAQ 100 kletterte um 0,78 Prozent auf 1.941,23 Punkte.


Händler verwiesen angesichts der Kursgewinne auf die Entspannung am Ölmarkt und den Anstieg des Dollar. Dollar und Öl seien die Hauptverantwortlichen für die Gewinne an den Börsen, sagte Doug Riley, Senior Portfolio Manager bei Boston Advisors. Das Volumen sei sehr gering, so dass jegliches Kaufinteresse die Kurse in die Höhe treibe.


Im Dow Jones stiegen General Motors (GM) mit plus 7,28 Prozent auf 10,76 US-Dollar an die Index-Spitze.


Finanzaktien legten überwiegend zu. American Express gewannen 3,60 Prozent auf 39,17 Dollar. Bank of America legten um 3,50 Prozent auf 33,38 Dollar zu und Citigroup stiegen um 2,22 Prozent auf 19,82 Dollar. Die US-Banken haben laut einer Umfrage der US-Notenbank seit April die Konditionen für die Kreditvergabe verschärft. Dies gelte sowohl für die Unternehmen als auch für Einzelpersonen, heisst es in einer am Montag veröffentlichten Studie der US-Notenbank. Ein Grossteil der Finanzinstitute habe die Voraussetzungen für alle Kreditarten im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten erhöht.


Auch die Aktien der Luftfahrtbranche waren zum Teil stark gefragt. Händler verwiesen auf den sinkenden Ölpreis. Titel der American-Airlines-Mutter AMR stiegen um 8,17 Prozent auf 12,18 Dollar. United-Airlines- Muttergesellschaft UAL legten um 10,24 Prozent auf 12,27 Dollar zu. Boeing verloren hingegen 1,83 Prozent auf 66,62 Dollar und waren damit der schwächste Wert im Dow Jones. Der Flugzeugbauer könnte sich einem Pressebericht zufolge aus dem Kampf mit EADS um den Tankflugzeugauftrag der US-Luftwaffe zurückziehen. Vertreter des Unternehmen würden ernsthaft prüfen, bei der kürzlich veranlassten Neuausschreibung kein Angebot abzugeben, schreibt das Branchenblatt «Aviation Week» am Montag unter Berufung auf Unternehmenskreise.


Aktien von Amazon.com stiegen an der NASDAQ um 9,41 Prozent auf 88,09 Dollar. Händler verwiesen auf positive Analystenkommentare zum Digitalbuch-Lesegerät Kindle des weltgrössten Online-Einzelhändlers. In einem Analystenkommentar habe es geheissen, die Umsätze dürften «sehr viel grösser ausfallen als erwartet», sagte ein Händler. Auch Analyst Mark Mahaney von Citi Investment Research rechnet nun mit einer Verdoppelung seiner bisherigen Erwartungen. Er stuft die Aktie mit «Buy» und einem Kursziel von 97 Dollar ein.


Aktien von Apple gewannen 2,37 Prozent auf 173,56 Dollar. Der Konzern rechnet bei den neuen Zusatz-Programmen für sein «iPhone»-Mobiltelefon bald mit einem Umsatz von rund einer halben Milliarde Dollar pro Jahr. Seit dem Start der Software-Angebote über den «App Store» vor einem Monat seien mehr als 60 Millionen Programme heruntergeladen worden, sagte Apple-Chef Steve Jobs dem «Wall Street Journal» (Montagausgabe). Auch Jahreserlöse von einer Milliarde Dollar seien möglich, sagte Jobs. Zu den von Drittanbietern entwickelten Programmen zählen etwa Spiele, GPS-Anwendungen und Kommunikations-Tools. Der Kurs von AT&T , exklusiver Vertriebspartner von «iPhone’s» in den USA, stieg um 2,81 Prozent auf 31,84Dollar. (awp/mc/pg/28)

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