US-Schluss: Erholung nach hohen Schwankungen – HP gibt Auftrieb

Positive Impulse hätten die Zahlen und ein recht beruhigender Ausblick von Hewlett-Packard (News/Aktienkurs) gegeben, hiess es. Einen negativen Eindruck hätten dagegen wiederum die Konjunkturdaten mit unerwartet schwachen Erzeugerpreisen hinterlassen.


Der Leitindex Dow Jones erholte sich aber nach zwei Verlusttagen bis Handelsende um 1,83 Prozent auf 8.424,75 Punkte. Dabei stieg er im frühen Handel auf bis zu 8.477 Punkte und sank bis rund eine Stunde vor Handelsschluss kurzzeitig noch auf 8.107 Zähler. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,98 Prozent auf 859,12 Zähler nach oben. An der Nasdaq rückte der Composite-Index um 0,08 Prozent auf 1.483,27 Punkte vor. Im Tief war er auf rund 1.430 Punkte abgerutscht und schrammte damit haarscharf an einem neuen Fünfeinhalb-Jahrestief vorbei. Der NASDAQ 100 verbesserte sich um 0,33 Prozent auf 1.155,75 Zähler.


Hewlett-Packard (HP) setzten sich nach der überraschenden Präsentation vorläufiger Zahlen mit plus 14,49 Prozent auf 33,59 Dollar an der Spitze im Leitindex ab. Der Computerkonzern hat im vierten Geschäftsquartal mehr verdient und umgesetzt als von Experten erwartet. Die relative Stärke der heimischen Währung dürfte dem US-Unternehmen zufolge den Umsatz im ersten Quartal des gerade angelaufenen Geschäftsjahres zwar mit fünf Prozent belasten. Beim Gewinn sieht HP allerdings optimistischer als die Experten in die Zukunft. Walt Disney folgten am 80. Geburtstag der Micky Maus mit einem Aufschlag von 4,71 Prozent auf 20,67 Dollar.


Ebenfalls deutlich gefragt zeigten sich Ölwerte, die von einer Erholung des Rohstoffs profitierten. ExxonMobil gewannen 4,02 Prozent auf 76,33 Dollar, Chevron Corp. zogen um 3,70 Prozent 73,40 Dollar an.


Home Depot folgten nach der Bilanzvorlage mit einem Zuwachs von 3,55 Prozent auf 20,71 Dollar. Die Baumarktkette hat im dritten Quartal mehr als vom Markt erwartet verdient, allerdings ihre Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2008 reduziert. Aufgrund der anhaltenden Schwäche am US-Immobilienmarkt dürften die Erlöse im laufenden Geschäftsjahr um bis zu acht Prozent sinken, teilte das Unternehmen mit. Bislang hatte Home Depot mit einem Umsatzrückgang von rund fünf Prozent gerechnet. Die Gewinnschätzung behielt die Gesellschaft aber bei.


Am Indexende fielen dagegen Citigroup mit minus 5,96 Prozent auf 8,36 Dollar – der tiefste Schlusskurs seit rund 13 Jahren. General Motors (GM) sackten um 2,83 Prozent auf 3,09 Dollar ab. Die US-Autobauer GM, Ford Motor und Chrysler wollen beim US-Kongress ein staatliches 25-Milliarden-Dollar-Rettungspaket erreichen. Während führende Demokraten im Parlament das 700 Milliarden Dollar schwere Rettungspaket für die Wall Street anzapfen wollen, sind der noch amtierende Präsident Bush und republikanische Abgeordnete gegen eine Unterstützung für die angeschlagene Branche. Ford-Aktien fielen um 2,33 Prozent zu auf 1,68 Dollar.


Medtronic büssten 13,23 Prozent auf 31,60 Dollar ein. Das zweite Geschäftsquartal des weltgrössten Herstellers medizinischer Geräte ist nach eigenen Angaben von einem Patenstreit mit dem Pharmakonzern Johnson&Johnson belastet worden. Umsatz und Gewinn blieben aber auch bereinigt um diesen Effekt hinter den Erwartungen der Wall Street zurück.


Im Nasdaq heizte bei Yahoo! ein Wechsel an der Spitze des Internetkonzerns Übernahmefantasien neu an, was die Aktie um 8,65 Prozent auf 11,55 Dollar nach oben trieb. Der Chef und Mitgründer des krisengeschüttelten Internet-Konzerns, Jerry Yang, hat seinen Rücktritt angekündigt. Der 40-jährige Mitgründer zieht damit die Konsequenzen aus dem massiven Druck nach der im Sommer geplatzten Übernahme durch den Softwarekonzern Microsoft. Yahoo! kämpft mit sinkenden Gewinnen und streicht derzeit weltweit rund zehn Prozent der Stellen.


Corning-Aktien rutschten dagegen um 6,88 Prozent auf 8,39 ab. Der Hersteller von technischen Glas- und Keramikanwendungen hat seinen Ausblick für das vierte Quartal 2008 sowie das Geschäftsjahr 2009 zurückgezogen. Corning rechnet im vierten Quartal damit, die Umsatzerwartungen zu verfehlen. (awp/mc/pg/35)

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