US-Schluss: Fest – IBM-Quartalszahlen geben Auftrieb

Die Aktienmärkte an der Wall Street sowie die NASDAQ-Indizes setzten nach kräftigen Verlusten zum Wochenausklang zur Erholung an und schlossen fest.


Der Leitindex Dow Jones ging mit plus 1,36 Prozent auf 12.778,15 Punkte aus dem Tag. Zeitweise war er bis auf 12.794,00 Punkte gestiegen. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 1,09 Prozent auf 1.416,25 Zähler. Der NASDAQ Composite rückte um 1,57 Prozent auf 2.478,30 Punkte vor. Der NASDAQ 100 legte um 1,90 Prozent auf 1.949,15 Zähler zu.


Mit plus 5,39 Prozent auf 102,93 US-Dollar profitierten die IBM-Titel von der starken vorläufigen Geschäftsbilanz des Konzerns und waren Favorit im Dow Jones. Der IT-Konzern steigerte im vierten Quartal Umsatz und Gewinn erheblich stärker als von Analysten erwartet. Der verwässerte Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft legte nach vorläufigen Zahlen von 2,26 auf 2,80 Dollar je Aktie zu. Den Umsatz steigerte der Hersteller von Servern und Grossrechnern um zehn Prozent auf 28,9 Milliarden Dollar. Dabei hätten vorteilhafte Währungseffekte einen Anteil von 6 Prozentpunkten gehabt. Die vollständige Bilanz wird IBM am Donnerstag vorlegen.


Oracle profitierten im NASDAQ 100 von starken Zahlen des Wettbewerbers SAP und schlossen mit plus 4,45 Prozent auf 22,04 Dollar. Die Gewinnmarge beim deutschen Software-Spezialisten war im vierten Quartal stärker als erwartet gestiegen, während sich der Umsatz des Gesamtkonzerns in etwa wie vorhergesagt entwickelt hatte.


Die Aktien von Merck & Co litten unter einer negativen Patientenstudie und fielen an das Ende des Dow Jones mit minus 1,27 Prozent auf 59,78 Dollar. Schering-Plough brachen im S&P 500 um 7,97 Prozent auf 25,52 Dollar ein. Die beiden Pharmaunternehmen erlitten einen Misserfolg mit ihrem Cholesterin-Senker Vytorin. Menschen mit einer Veranlagung zu hohen Cholesterin-Werten sei es mit der Einnahme von Vytorin nicht besser ergangen als mit einer hohen Dosis von Simvastatin, einem Nachahmerprodukt des Merck-Medikaments Zocor, teilten die Konzerne am Montag in New York mit.


Sears-Papiere stürzten nach einer gesenkten Gewinnprognose des Einzelhändlers um 4,98 Prozent auf 91,38 Dollar ab. Sowohl Goldman Sachs als auch die Credit Suisse stuften die Aktie ab. Harman International büssten sogar 37,65 Prozent auf 43,00 Dollar ein und fielen damit auf den tiefsten Stand seit August 2003, nachdem der Audio- und Elektronikhersteller seine Gesamtjahresprognose für den Gewinn je Aktie gesenkt hatte.


Apple legten nach einer positiven Studie der Banc of America (BoA) um 3,59 Prozent auf 178,77 Dollar zu. Die BoA hatte ihre Schätzungen für Umsatz und Gewinn des Computer- und iPod-Herstellers im ersten Quartal angehoben. Zudem wirbt Apple seit einigen Tagen in San Francisco mit dem Slogan «Es liegt etwas in der Luft» für seine Hausmesse MacWorld Expo und heizt damit die Gerüchte um Neuheiten weiter an.


Die Citigroup-Aktien stiegen um 1,75 Prozent auf 29,06 Dollar. Der grösste US-Finanzkonzern wird am Dienstag seine Bilanz für 2007 veröffentlichen. Die Aktien des Konkurrenten Merrill Lynch legten um 2,34 Prozent auf 55,97 Dollar zu. Die Bank will nach Angaben der «Financial Times» mit einer zweiten Kapitalspritze vier Milliarden Dollar einnehmen. Der Staatsfonds Kuwait Investment Authority könnte daher bis zu drei Milliarden Dollar in das Unternehmen investieren. (awp/mc/pg)

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