US-Schluss: Fest – Schnäppchenkäufe stützen Indizes

Der Dow-Jones-Index gewann fast 300 Zähler, nachdem er zuvor fast ebensoviel verloren hatte. Händlern zufolge sorgten Schnäppchenjäger für die deutliche Erholung an der Wall Street, von der vor allem Banken- und Immobilienwerte profitierten. Einige Marktbeobachter blieben allerdings pessimistisch. «Immer wieder gibt es Käufer, die dann schnell von einer grösseren Zahl von Verkäufern überwältigt werden», sagte ein Börsianer. Die Anleger blieben nervös und es überwiege weiter die Sorge über eine Rezession.


Der Leitindex Dow Jones schloss bei plus 2,50 Prozent auf 12.270,17 Zählern, nachdem er im Handelsverlauf zeitweise bis auf 11.644,81 Zähler gefallen war. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 2,14 Prozent auf 1.338,61 Zähler. Der NASDAQ Composite stieg um 1,05 Prozent auf 2.316,41 Punkte. Der NASDAQ 100 schloss hingegen mit einem Minus von 0,34 Prozent auf 1.789,53 Zählern.


Im Dow-Jones-Index waren die zuletzt oft gebeutelten Bankenwerte gefragt. JPMorgan Chase gewannen 11,77 Prozent auf 45,67 Dollar. Citigroup stiegen um 7,78 Prozent auf 26,32 Dollar. Im Automobilsektor legten General Motors (GM) um 8,84 Prozent auf 25,74 Dollar zu. Der Konzern hat im Schlussquartal weltweit fast fünf Prozent mehr Autos verkauft.


Andere Unternehmen profitierten von ihren guten Quartalsberichten. Die Titel von Pfizer verteuerten sich um 2,93 Prozent auf 22,81 Dollar. Der Pharmakonzern hat im Schlussquartal 2007 die Prognosen übertroffen. Aktien von United Technologies gewannen 5,61 Prozent auf 71,01 Dollar, nachdem der US-Mischkonzern im vierten Quartal bei Umsatz und Gewinn etwas stärker als erwartet zugelegt hat.


Dagegen mussten Motorola nach Zahlen herbe Verluste von minus 18,43 Prozent auf 10,05 Dollar einstecken. Belastet von seiner Handy-Sparte hat der amerikanische Telekomausrüster im abgelaufenen Quartal einen Gewinneinbruch verzeichnet.


An der NASDAQ rutschten Apple nach Zahlen 10,68 Prozent auf 139,01 Dollar ab. Nach Einschätzung von Händlern hatte vor allem der Ausblick des Computerherstellers enttäuscht. Apple liegt mit seiner Prognose für das laufende zweite Geschäftsviertel bei Umsatz und Gewinn unter den Schätzungen der Analysten.


Aktien des Anleihenversicherers Ambac-Aktien sprangen 63,24 Prozent auf 13,01 Dollar hoch. Händler verwiesen auf die Nachricht, dass die Regulierungsbehörde des Staats New York eingreifen will, um die Stabilität im Markt für Kreditversicherungen wieder herzustellen. Am Mittwoch habe sich die Behörde mit Vertretern von Banken getroffen.


Titel von Bauunternehmen waren ebenfalls gefragt. Händlern zufolge stützte die steigende Zahl von Hypothekenanträgen in der vergangenen Woche die Titel – diese waren um 8,3 Prozent gestiegen. Hovnanian gehörten mit Plus 24,01 Prozent auf 8,11 Dollar zu den grössten Gewinnern. Lennar stiegen um 11,78 Prozent auf 14,42 Dollar.


Titel des Online-Auktionshaus eBay schlossen mit einem Plus von 6,61 Prozent auf 29,03 Dollar. Das Unternehmen legt nach Börsenschluss seinen Quartalsbericht vor. Experten dürfte eBay seinen Gewinn um knapp ein Drittel gesteigert und damit das obere Ende seiner eigenen Prognose erreicht haben. (awp/mc/ps)

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