US-Schluss: Gewinne – HP und JPMorgan stützten – Daten

In der Region Philadelphia hat sich das Geschäftsklima im April stärker als von Experten erwartet aufgehellt.


Der US-Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) schloss mit plus 1,19 Prozent auf 8.125,43 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index ging mit einem Aufschlag von 1,55 Prozent auf 865,30 Punkte aus dem Handel. An der Technologiebörse NASDAQ gewann der Composite-Index 2,68 Prozent auf 1.670,44 Zähler. Der Auswahlindex NASDAQ 100 stieg um 2,77 Prozent auf 1.352,98 Punkte.


An der Dow-Spitze sprangen Papiere von Hewlett-Packard um 5,02 Prozent auf 36,60 US-Dollar an. Laut einer Citigroup-Studie könnte der Computerhersteller bei seinem anstehenden Quartalsbericht sowohl die eigenen Prognosen als auch die durchschnittlichen Markterwartungen übertreffen. Grund dafür dürfte eine überraschend hohe PC-Nachfrage sein, schrieben die Analysten. Die Experten votieren derzeit mit «Buy» und beliessen ihr Kursziel bei 51,00 Dollar.


Auch die Aktien von JPMorgan zählten zu den Gewinnern. Sie gewannen 2,09 Prozent auf 33,24 US-Dollar. Nachdem die US-Finanzkonzerne Wells Fargo und Goldman Sachs bereits für einen positiven Auftakt in die Bilanzsaison gesorgt hatten, zog nun auch JPMorgan nach. Die US-Bank meldete für das erste Quartal einen überraschend hohen Quartalsgewinn und Rekorderträge. Positiv habe das zuletzt krisengeschüttelte Investmentbanking überrascht, hiess es am Markt. Vor allem die gute Qualität der Ergebnisse sei ermutigend, sagte Jonathan Monk, Portfoliomananger bei Aerion Fund Management. Vermutlich habe JPMorgan genau den richtigen Betrag an Kreditrückstellungen eingestellt.


Die am Vortag stark gelaufenen Titel von American Express legten hingegen nur um 0,34 Prozent auf 20,69 Dollar zu. Die Analysten von JPMorgan gehen nun davon aus, dass der Kreditkartenanbieter einen Verlust je Aktie erwirtschaften wird. Zuvor war das Bankhaus noch von einem Gewinn ausgegangen.


Zudem sorgten Geschäftszahlen für starke Kursausschläge. Während die Aktien des Motorradherstellers Harley-Davidson um 5,72 Prozent auf 18,11 Dollar ansprangen, sackten die Papiere von Southwest Airlines um 7,32 Prozent auf 7,09 Dollar ab. Die Billigfluggesellschaft ist wegen der scharfen Rezession im ersten Quartal in die roten Zahlen geflogen.


An der Nasdaq rückten Aktien von Sun Microsystems derweil um 4,40 Prozent auf 6,40 Dollar vor, IBM-Papiere gewannen 2,61 Prozent auf 101,43 Dollar. Der Server-Hersteller Sun ist laut einem Medienbericht trotz der geplatzten Gespräche zu einer Übernahme durch den IT-Konzern IBM weiter an Verhandlungen interessiert. Unterdessen berichtete der Fernsehsender CNBC, dass der IT-Konzern wegen kartellrechtlicher Bedenken zu keinem Preis bereit sei, den Server-Hersteller zu kaufen.


Gmarket-Titel sprangen indes um 19,19 Prozent auf 23,79 Dollar nach oben. Der Internet-Marktplatz eBay will den südkoreanischen Online-Händler für bis zu 1,2 Milliarden Dollar kaufen. Die eBay-Aktien legten um unterdurchschnittliche 0,63 Prozent auf 14,41 Dollar zu. (awp/mc/pg/34)

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