US-Schluss: Gewinne nach anfangs verhaltenem Verlauf

«Das hilft zwar nicht den grossen Finanzhäusern wie Bank of America oder Wells Fargo, aber den kleineren Instituten», sagte Burt White, Geschäftsführer von LPL Financial in Boston.


Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) verbuchte zum Schluss Gewinne von 0,50% auf 10’337,05 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 0,37% auf 1’095,94 Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite-Index um 0,49% auf 2’183,73 Zähler vor. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,96% auf 1’789,70 Punkte.


Aktien der Citigroup reagierten negativ auf einen Medienbericht über die Rückzahlung von Staatshilfen und verloren 1,28% auf 3,86 USD. Der Fernsehsender CNBC hatte berichtet, die Bank wolle sich am Kapitalmarkt Geld beschaffen, um Mittel aus dem staatlichen Bankenrettungsfonds TARP zurückzuzahlen. Die Massnahme solle noch in der laufenden Woche, frühestens schon am morgigen Donnerstag, angekündigt werden, hiess es weiter. Zuvor hatte die krisengeschüttelte Bank of America ihre Ankündigung wahr gemacht und dem amerikanischen Steuerzahler seine massiven Finanzhilfen zurückgezahlt. Die Aktie zeigte sich mit minus 0,13% auf 15,39 USD allerdings nur mässig beeindruckt.


PepsiCo fielen angesichts gesenkter Erwartungen um 2,65% auf 61,80 USD. Der Getränkekonzern und Snackhersteller konkretisierte seinen Ausblick für das laufende Jahr und erwartet nun ein etwas geringeres Umsatz- und Gewinnwachstum als zuvor angekündigt. Auf währungsbereinigter Basis dürften die Erlöse um rund 5% steigen. Zuvor hatte es geheissen, dass der Umsatz im mittleren bis höheren einstelligen%bereich wachsen soll. In der gleichen Höhe sollte ursprünglich auch der Gewinn je Aktie wachsen. Nun erwartet Pepsico ihn 2009 lediglich um 5-6% höher als 2008.


Texas Instruments verabschiedeten sich 1,29% tiefer bei 25,99 USD aus dem Handel, obwohl der Halbleiterhersteller seine Ergebnissituation nun optimistischer einschätzt und seine Ziele für Gewinn und Umsatz im vierten Geschäftsquartal anhob. Der Gewinn je Aktie (EPS) soll nun 0,47 bis 0,51 USD betragen nach bisher avisierten 0,42 bis 0,50 USD. Für den Umsatz hob der Konzern das untere Ende der Prognosespanne an. Die Erlöse werden nun in einer Bandbreite von 2,90 bis 3,02 Mrd USD erwartet. Von Händlern hiess es, einige Anleger seien dennoch enttäuscht, da sie auf einen stärkeren Ausblick gehofft hätten.


Nvidia verteuerten sich indes um 2,48% auf 15,69 USD. Händler verwiesen auf einen Artikel eines US-Kolumnisten, demzufolge der Chiphersteller Intel den Grafikkarten-Spezialisten übernehmen könnte. Die Intel-Aktie gewann bescheidene 0,10% auf 20,01 USD.


Die Aktien von Garmin sprangen nach positiv aufgenommenen Aussagen zu Bruttomargen und Übernahmen an und schlossen 4,33% höher bei 31,33 USD. Der Navigationsgeräte-Hersteller teilte unter anderem mit, er rechne 2010 nicht mit einem signifikanten Rückgang der Bruttomargen gegenüber dem laufenden Jahr und sehe diese langfristig nicht unter 35 bis 37% fallen. Zudem prüfe man mehrere Übernahmemöglichkeiten.


Eine Hochstufung liess 3M um 3,41% auf 79,74 USD steigen. Die Citigroup hob ihr Votum für die Aktie nach der Konkretisierung der Prognosen für dieses und das kommende Jahr von «Hold» auf «Buy» und das Kursziel von 84 auf 92 USD an. Das internationale Geschäft habe sich verbessert und der Mischkonzern sollte in den kommenden neun bis zwölf Monate organisch im Einklang mit der Branchenentwicklung oder sogar schneller wachsen, schrieb Analyst Jeffrey T. Sprague. Da der Ausblick des Unternehmens konservativ aussehe, hebe er zudem seine Schätzungen an. Die Deutsche Bank beliess die Einstufung für die Aktien von 3M auf «Buy» und das Kursziel auf 90,00 USD. Die Enttäuschung über die lediglich im Rahmen des Konsens ausgefallenen Gewinnziele des Mischkonzerns seien fehl am Platz, hiess es. (awp/mc/ps/35)

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