US-Schluss: Gewinne – Ölwerte und Caterpillar stützen

Üblich sind dann kräftige Schwankungen der Kurse auch ohne wesentliche Unternehmens- oder Konjunkturnachrichten.


Der Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) rückte um 0,16 Prozent vor auf 10.450,64 Punkte. Auf Wochensicht bedeutete dies ein Plus von 2,35 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,13 Prozent auf 1.117,51 Punkte zu. An der technologielastigen Nasdaq kletterte der Composite-Index um 0,11 Prozent auf 2.309,80 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,15 Prozent auf 1.913,48 Punkte.


Die in den USA gelisteten Aktienersatzscheine von BP stiegen um 0,16 Prozent auf 31,76 Dollar. Händlern zufolge sind die Anleger zuversichtlich, dass der 20-Milliarden-Dollar-Fonds zur Beseitigung der Öl-Schäden ebenso die erhitzten Gemüter beruhigen kann wie die 100 Millionen Dollar für Ölarbeiter, die durch die Katastrophe arbeitslos geworden sind. Kurz vor Handelsschluss wurde zudem bekannt, dass BP seinen Vorstandschef Tony Hayward aus der Schusslinie nimmt. Er werde die Geschäfte an Bob Dudley übergeben. Hayward solle sich im Hintergrund stärker mit der Eindämmung der Ölpest im Golf von Mexiko befassen und die Folgeschäden minimieren. Vor Veröffentlichung dieser Meldung hatten die Ratingagenturen S&P und Moody’s die Kreditwürdigkeit des britischen Energiekonzerns heruntergestuft.


Andere Ölwerte profitierten von dem leicht gestiegenen Preis für das «schwarze Gold». So stiegen die Aktien von ExxonMobil um 0,80 Prozent auf 63,10 Dollar und die von Chevron Corp. um 0,27 Prozent auf 75,52 Dollar.


Zu den Favoriten im Dow zählten auch die Papiere von Caterpillar, die um 1,39 Prozent auf 65,85 Dollar zulegten. Der Baumaschinenhersteller berichtete von einem starken Umsatzwachstum in Asien.


Papiere von Walgreen verteuerten sich um 2,80 Prozent auf 30,09 Dollar. Die grösste Drogeriemarktkette der USA hatte sich mit dem Einzelhandelsunternehmen der Pharmaziebranche CVS Caremark auf eine Kooperation geeinigt. CVS-Titel gewannen 1,85 Prozent auf 32,43 Dollar.


Titel der Citigroup rückten um 1,26 Prozent auf 4,01 Dollar vor. Einem Medienbericht zufolge will das Finanzinstitut noch in diesem Jahr mit seinem Private-Equity- und Hedge-Fonds-Geschäft mehr als drei Milliarden Dollar erlösen.


Papiere von Motorola legten um 0,97 Prozent zu auf 7,26 Dollar. Der angeschlagene Telekomkonzern will einem Bericht des «Wall Street Journal» zufolge Milliarden in seine vor der Abspaltung stehende Handysparte stecken.


Für Aktien von Teva Pharmaceutical ging es um 1,86 Prozent auf 53,21 Dollar nach unten. Der US-Ableger des israelischen Generika-Herstellers gestand vor einem Gericht ein, dass einige Angaben auf der Verpackung der Anti-Baby-Bille Gianvi falsch waren. Gleichzeitig kündigte Teva an, die Beschreibung für das Nachahmerprodukt von Bayers Pille Yaz umgehend zu ändern. Die Titel des deutschen Chemie- und Pharmakonzerns waren in Frankfurt mit einem Minus von 0,69 Prozent auf 48,33 Euro aus dem Handel gegangen.


Anteilsscheine des Biotechunternehmen Adolor brachen gar um 8,67 Prozent auf 1,37 Dollar ein. Händler verwiesen darauf, dass zwei Arthrose-Medikamente, die Adolor gemeinsam mit Pfizer entwickle, nicht entscheidend wirkten. Pfizer-Papiere sanken am Dow-Ende um 1,68 Prozent auf 15,21 Dollar. (awp/mc/ps/35)

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