US-Schluss: Kursgewinne – Sinkender Ölpreis stützt weiter

Gepaart mit Kursgewinnen beim Dollar habe das die Stimmung an den Märkten gehoben, nachdem zu Handelsbeginn die schwachen Quartalszahlen des Hypothekenfinanzierers Freddie Mac die Laune verdorben hatte, hiess es am Markt. Der Leitindex Dow Jones (DJIA) drehte wie die übrigen Indizes im Handelsverlauf ins Plus und legte 0,35 Prozent auf 11.656,07 Zähler zu. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 0,33 Prozent auf 1.289,18 Zähler. Deutlicher fielen die Kursgewinne an der Technologiebörse NASDAQ aus. Der Composite-Index gewann 1,21 Prozent auf 2.378,37 Punkte. Der NASDAQ 100 kletterte um 1,36 Prozent auf 1.895,21 Punkte.


Die erneute Entspannung des Ölpreises tröstete die Börsianer über neue negative Nachrichten aus der Finanzbranche hinweg: Der bereits schwer unter Druck geratene zweitgrösste US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac schrieb das vierte Quartal in Folge hohe Verluste und streicht nun die Dividende zusammen. Angesichts der Probleme will Freddie Mac sich eine neue Kapitalspritze in Milliardenhöhe beschaffen, war dabei aber bislang erfolglos. Die Titel rutschten entsprechend 19,28 Prozent auf 6,49 Dollar ab. Die Aktien des Schwesterunternehmens Fannie Mae gerieten mit minus 14,71 Prozent auf 11,60 Dollar ebenfalls unter Druck. Auch andere Bankenwerte wurden in Mitleidenschaft gezogen. American International Group (AIG) gehörte ebenfalls mit zu den Verlierern. Der Versicherer legt nach Börsenschluss Zahlen vor.


Ganz anders klangen die Ergebnisse des im Zuge der Finanzkrise in den Mittelpunkt gerückten Bondversicherers AMBAC Financial: AMBAC überraschte den Markt im dritten Quartal mit einem Nettogewinn. Im operativen Geschäft stand zwar gleichzeitig wegen erwarteter Verluste auf Versicherungsverträge ein Minus vor dem Ergebnis, die Börsianer freuten sich aber dennoch und trieben die AMBAC-Aktie um 23,68 Prozent auf 5,85 Dollar in die Höhe.


Unter den stärksten Werten im Dow-Jones-Index waren die Aktien von Microsoft, die um 3,09 Prozent auf 27,02 zulegten. Händler verwiesen auf die positiv aufgenommenen Zahlen des Netzwerkausrüsters Cisco Systems und den Kommentar einer UBS-Analystin in Medienberichten. Die Expertin gehe anscheinend davon aus, dass der Softwarekonzern seinen Aktienkurs mit einem nicht veröffentlichten, milliardenschweren Aktienrückkauf stützen wolle. Seit der ersten Offerte für den Internetkonzern Yahoo! Anfang Februar hatte die Aktie rund 23 Prozent an Wert verloren.


Die Aktien von Cisco selbst konnten an der NASDAQ ebenfalls kräftig um 5,65 Prozent auf 23,93 Dollar zulegen. Der weltgrösste Netzwerkausrüster hat sein Geschäftsjahr besser als erwartet abgeschlossen. Sowohl Gewinn als auch Umsatz lagen über den Marktschätzungen. Aktien des Laserspezialisten Rofin-Sinar sprangen nach besser als erwarteten Zahlen und einer angehobenen Umsatzprognose ebenfalls an und gewannen sogar 10,69 Prozent auf 39,26 Dollar. Telekomtitel litten unterdessen unter den vorgelegten Quartalsberichten. Die Aktien von Sprint Nextel sackten nach einem erneuten Quartalsverlust um 14,15 Prozent auf 7,34 Dollar ab. Der Mobilfunknetzanbieter hatte für das zweite Quartal erneut einen Verlust gemeldet.


Auch in der Medienbranche sah das Bild nicht besser aus: Die Aktien von Time Warner gaben nach enttäuscht aufgenommenen Zahlen 0,34 Prozent auf 14,83 Dollar ab. Der Medienkonzern kämpft trotz steigender Umsätze mit einem Gewinneinbruch. Bei der von Medienunternehmer Rupert Murdoch kontrollierte News Corporation enttäuschte der Ausblick am Markt. Die Aktien gaben 4,98 Prozent auf 14,49 Dollar ab. (awp/mc/ps/34)

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