US-Schluss: Leichte Verluste nach Rekordjagd vom Vortag

Die Federal Reserve blickt aber nun optimistischer in das nächste Jahr. Das Handelsvolumen sei angesichts des nahenden verlängerten Wochenendes aber nur moderat, sagte ein Händler. Der Kursentwicklung sei daher nicht allzuviel Bedeutung beizumessen.


Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) verlor 0,16 Prozent auf 10.433,71 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index gab um 0,05 Prozent auf 1.105,65 Zähler nach. An der Technologiebörse Nasdaq fiel der Composite Index um 0,31 Prozent auf 2.169,18 Punkte. Der Nasdaq 100 sank um 0,37 Prozent auf 1.786,25 Zähler.


Banktitel litten unter Spekulationen über mögliche Kapitalerhöhungen chinesischer Banken im Milliarden-Dollar-Volumen. Zuvor hatte bereits die angeschlagene britische Lloyds Banking Group bei einer der grössten Kapitalerhöhungen der Wirtschaftsgeschichte die Anleger mit einem hohen Abschlag gelockt. JPMorgan verloren als schwächster Wert im Dow Jones 1,85 Prozent auf 42,48 US-Dollar. Bank of America rutschten um 1,17 Prozent auf 16,10 Dollar ab.


Hewlett-Packard (HP) gehörten mit einem Abschlag von 1,63 Prozent auf 50,19 Dollar ebenfalls zu den schwächsten Indexwerten. Der Computerkonzern hatte am Montag nach Börsenschluss seine vorläufigen Quartalsergebnisse bestätigt und eine Verdreifachung des Aktienrückkaufprogramms auf 12 Milliarden Dollar angekündigt. Mit Blick auf die Zukunft sagte Unternehmenschef Mark Hurd lediglich, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd blieben. Es gebe in bestimmten Märkten allerdings ermutigende Zeichen für eine Erholung. Titel des Konkurrenten Dell verloren als schwächster Wert im NASDAQ 100 3,18 Prozent auf 14,32 Dollar.


Brocade Communications Systems brachen nach dem vorläufigen Ende von Übernahmespekulationen um 8,86 Prozent auf 7,10 Dollar ein. Der Chef des Netzwerkausrüsters, Michael Klayko, hatte zu entsprechenden Berichten vom Oktober gesagt: «Das ist einfach falsch.» Den Meldungen zufolge hatte sich Brocade selbst zur Übernahme angeboten. Ein möglicher Käufer sei HP gewesen, die aber statt dessen den Konkurrenten 3COM übernehmen wollen.


Analog Devices sprangen hingegen um 6,44 Prozent auf 29,74 Dollar nach oben. Der Mikrochiphersteller hatte im vierten Quartal mit seiner Umsatzentwicklung die Erwartungen der Experten übertroffen. Zudem rechnet das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr mit höheren Gewinnmargen.


Warner Music rutschten nach einem überraschenden Verlust im vierten Quartal um 12,18 Prozent auf 6,20 Dollar ab. Das weltweit drittgrösste Musikunternehmen machte für die enttäuschende Entwicklung einen Anstieg der Zinsausgaben und der operativen Kosten verantwortlich. (awp/mc/ps/27)

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