US-Schluss: Leichter – BP-Aktien brechen in New York ein

Schwache Bankaktien taten ihr Übriges, sagten Händler. Diskutiert werde einmal mehr eine stärkere Regulierung der Investmentbanken. Zuvor hatten Äusserungen zur Exportlage in China und Aussagen des US-Notenbankpräsidenten Bernanke für steigende Kurse gesorgt. 


Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) fiel am Ende um 0,41 Prozent auf 9.899,25 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,59 Prozent auf 1.055,69 Punkte. Auch an der Technologiebörse Nasdaq fielen die Kurse: Der Nasdaq-100-Index lag mit 0,93 Prozent im Minus bei 1.778,92 Punkten. Für den Composite-Index ging es um 0,54 Prozent auf 2.158,85 Punkte nach unten.


Das grosse Thema waren erneut die Aktien der am Öldesaster im Golf von Mexiko beteiligten Ölkonzerne. Die in New York gehandelten Aktien von BP brachen am Abend um 15,75 Prozent auf 29,20 US-Dollar ein, nachdem sie schon in London mehr als vier Prozent verloren hatten. Gerüchte machten die Runde, dass BP nun doch seine Dividende aussetzen müsse. Händler verwiesen darauf, dass die Kosten zur Beseitigung der Naturschäden immer höher würden. US-Präsident Obama und weitere Regierungsmitglieder hatten zuletzt ohnehin schon den Druck erhöht und mehrfach eine Senkung der Dividende gefordert. Aktien des am Ölfeld im Golf beteiligten Ölförderers Anadarko rutschten noch deutlicher um 18,62 Prozent auf 34,83 Dollar ab.


Im Bankensektor kam es vornehmlich bei den Aktien der Investmentbanken zu Abgaben. Händler verwiesen auf anhaltende Spekulationen, dass es zu schärferen Regularien für die Häuser der Wall Street kommen könnte. Bank of America waren mit einem Minus von 2,09 Prozent auf 15,01 Dollar der schwächste Branchenwert. Morgan Stanley verloren 1,80 Prozent auf 25,13 Dollar. JPMorgan gaben ebenfalls 1,75 Prozent nach. Lediglich die Scheine der Citigroup hielten sich mit über vier Prozent im Plus.


Caterpillar profitierten von einer erhöhten Dividende für das zweite Quartal und legten 0,35 Prozent auf 56,81 Dollar zu. An der Spitze des Managements kommt es zudem zu einer Umbesetzung, wie auf der folgenden Hauptversammlung bekannt wurde. Jim Owens wird von Doug Oberhelman abgelöst.


Nach dem Kursrückgang der vergangenen Tage stand der Technologie-Sektor auch am Mittwoch wieder im Blickpunkt. Der Chiphersteller Texas Instruments rechnet damit, dass er das obere Ende seiner Prognose für das zweite Quartal erreichen kann und sieht die Branche weiter im Aufwind. Die Aktien legten lange Zeit zu, drehten am Ende aber auch mit 0,59 Prozent ins Minus.


Aktien von Ciena stiegen um 0,65 Prozent auf 13,95 US-Dollar, hatten zwischenzeitlich aber deutlich höhere Gewinne verbucht. Der Netzwerkspezialist wies im zweiten Quartal einen niedrigeren Verlust als erwartet aus. (awp/mc/ps/29) 

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