US-Schluss: Leichter – Starker Dollar belastet

Die besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten hätten den Optimismus um eine konjunkturelle Erholung in den USA zwar gestärkt, gleichzeitig aber auch den Dollar wieder angetrieben. Dabei sei der Handel zwischen den Jahren weiter sehr dünn geblieben, was einige Kursbewegungen verstärke.  


Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) schloss mit einem hauchdünnen Minus von 0,02 Prozent bei 10.545,41 Zählern. Im Verlauf hatte der weltweit bekannteste Aktienindex bei 10.580,33 Punkten den höchsten Stand seit Anfang Oktober 2008 erreicht. Der marktbreite S&P-500-Index gab nach sechs Plustagen in Folge nun um 0,14 Prozent auf 1.126,19 Zähler nach. An der Technologiebörse Nasdaq fiel der umfassende Composite Index um 0,12 Prozent auf 2.288,40 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 verschlechterte sich um 0,33 Prozent auf 1.872,02 Zähler.


Schwach entwickelten sich unterdessen Energiewerte, die laut Händlern den Markt auch schliesslich ins Minus drückten: Die Ölpreise sackten zeitweise wegen des festeren US-Dollar etwas ab, stabilisierten sich aber wegen der kühlen Witterung vor den mit Spannung erwarteten US-Lagerdaten wieder. Der US-Dollar kletterte auf zuletzt 1,4348 Dollar je Euro, nachdem im Tagesverlauf zeitweise noch mehr als ein US-Cent mehr je Euro bezahlt werden mussten. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar blieb allerdings unter 79 US-Dollar. Chevron-Aktien verloren 0,72 Prozent auf 77,21 Dollar.


Die Metallpreise litten unterdessen noch stärker unter der Renaissance des Dollar und entsprechen fielen Rohstofftitel ebenfalls ins Minus. Die Feinunze Gold rutschte in Reaktion auf die Dollarstärke wieder unter 1.100 Dollar. Alcoa-Aktien, die im frühen Handel noch zu den grössten Kursgewinnern gezählt hatten, schlossen 0,43 Prozent tiefer bei 16,03 Dollar. Am Dow-Ende gingen allerdings Finanztitel wie Bank of America mit einem Abschlag von 1,11 Prozent auf 15,12 Dollar aus dem Handel.


Konsumwerte zählten dagegen zu den Favoriten, nachdem sich die vom Conference Board ermittelte Stimmung der Verbraucher im Dezember überraschend deutlich aufgehellt hat. An der Dow Jones-Spitze verteuerten sich die Aktien von Walt Disney um 1,47 Prozent auf 32,38 Dollar. Dabei hat sich der Science-Fiction-Film «Avatar» an die Spitze der Kinocharts katapultiert und den zuvor stärker beachteten Disney-Animationsfilm «Küss den Frosch» verdrängt. Aktien des Mischkonzerns 3M Company verteuerten sich um 0,81 Prozent auf 84,13 Dollar und Papiere von Coca-Cola legten um 0,52 Prozent auf 57,74 Dollar zu. (awp/mc/ps/26)

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