US-Schluss: Schwach – Gewinnmitnahmen, Gerüchte über Hedge Fonds

Danach soll ein grösserer Hedge Fonds in den USA in finanziellen Schwierigkeiten stecken. Darüber hinaus droht eine Verzögerung des milliardenschweren Konjunkturprogramms, auf das sich die US-Regierung und das Repräsentantenhaus tags zuvor geeinigt hatten. Mitglieder des US-Senats forderten eine Reihe von Änderungen. Der Markt reagiere extrem sensibel auf jede Nachricht, sagte ein Börsianer. Entsprechend habe sich die gute Stimmung nach positiven Unternehmenszahlen zu Handelsbeginn nicht halten können.


Der Leitindex Dow Jones verlor bis Handelsende 1,38 Prozent auf 12.207,17 Punkte – im Verlauf der Woche hatte er damit rund 108 Zähler zugelegt. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 1,59 Prozent auf 1.330,61 Zähler. Der NASDAQ Composite gab 1,47 Prozent auf 2.326,20 Punkte ab. Der NASDAQ 100 sank um 2,07 Prozent auf 1.789,17 Zähler.


Microsoft-Aktien konnten nicht lange von ihren positiven Zahlen profitieren. Sie verloren im schwachen Marktumfeld 0,90 Prozent auf 32,95 Dollar. Der weltgrösste Softwarekonzern hat nach einem Rekordquartal seine Erwartungen für den künftigen Umsatz und Gewinn erhöht und damit die Schätzungen der Experten deutlich übertroffen.


Honeywell International setzten sich hingegen mit einem Plus von 3,65 Prozent auf 58,25 Dollar an die Spitze im Dow-Jones-Index. Der US-Mischkonzern hat seinen Gewinn im vierten Quartal um 17,8 Prozent in allen Geschäftsbereichen gesteigert. Auch Caterpillar legten nach Zahlen deutlich zu und gewannen 1,04 Prozent auf 65,93 Dollar.


Aktien der US-Pharmakonzerne Merck & Co. und Schering-Plough gerieten wegen einer zweifelhaften Studie unter Druck. Merck-Titel verloren 3,57 Prozent auf 47,79 Dollar. Das Tagestief hatte bei 42,50 Dollar gelegen. Papiere von Schering-Plough gaben 5,70 Prozent auf 19,02 Dollar ab. Die Gesundheitsbehörde FDA hat eine Überprüfung einer Studie zu dem Cholesterin-Medikamenten Vytorin angekündigt.


Auch an der NASDAQ standen einige Unternehmen mit Zahlen im Blick. Broadcom legten 2,49 Prozent auf 23,04 Dollar zu. Der Chip-Hersteller hat im vierten Quartal bei Umsatz und Gewinn die Schätzungen von Analysten leicht übertroffen. Für die Titel von Amgen ging es nach unerwartet positiven Zahlen mit 4,40 Prozent auf 48,15 Dollar nach oben.


Aktien der staatlichen Hypothekenverleiher Fannie Mae und Freddie Mac gerieten wegen des Widerstands von republikanischen Senatsmitgliedern gegen das Stimulus-Paket der US-Regierung unter Druck. Fannie Mae gaben 6,99 Prozent auf 31,80 Dollar ab. Freddie Mac verloren 7,56 Prozent auf 29,58 Dollar.


Titel des Bondversicherers Ambac stiegen um 1,85 Prozent auf 11,54 Dollar. Britischen Zeitungsberichten zufolge verhandelt der US-Milliardär Wilbur Ross über eine Übernahme des angeschlagenen Anleihenversicherers. Mitte der Woche hatte die Versicherungsaufsicht in New York Unterstützung für die Branche angekündigt. (awp/mc/ab)

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