US-Schluss: Schwach – JPMorgan und Konsumklima belasten

Unter den Konjunkturdaten stach das Michigan-Konsumklima negativ hervor. Das Stimmungsbarometer für den Monat Januar war nicht so stark wie erwartet gestiegen. Am Montag bleiben die Börsen wegen des Feiertags «Martin Luther King Day» geschlossen.


Der US-Leitindex Dow Jones (DJIA) , der tags zuvor bei rund 10.724 Punkten ein 15-Monatshoch erreicht hatte, ging mit minus 0,94 Prozent auf 10.609,65 Punkte in das verlängerte Wochenende. Im Wochenverlauf zeigte sich der Dow damit nahezu unverändert. Er verlor 0,07 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index schloss am Freitag mit minus 1,08 Prozent auf 1.136,03 Punkte. An der Nasdaq gab der Composite-Index um 1,24 Prozent auf 2.287,99 Zähler nach und büsste damit im Wochenverlauf 1,3 Prozent ein. Der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 1,17 Prozent auf 1.864,52 Zähler. 


Bankenwerte notierten sehr schwach, nachdem laut Händlern Gewinn und Ertrag der Grossbank JPMorgan enttäuscht hätten und die Risikovorsorge unerwartet hoch ausgefallen sei. So habe der Gewinn je Aktie (EPS) beispielsweise mit 0,74 US-Dollar je Aktie über der veröffentlichten Marktprognose von 0,61 Dollar gelegen, «aber letztlich wurde inzwischen ein EPS von 0,75 Dollar erwartet», sagte einer der Börsianer. Insgesamt hatte der Finanzkonzern für das letzte Jahresviertel einen Gewinn von 3,3 Milliarden Dollar gemeldet. Vor einem Jahr, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, war der Gewinn noch auf 702 Millionen Dollar abgeschmolzen. Die JPMorgan-Aktie büsste 2,26 Prozent auf 43,68 Dollar ein, nachdem sie allerdings die Tage zuvor deutlich zugelegt hatte. Die Papiere der Bank of America (BofA) verloren am Dow-Ende 3,33 Prozent auf 16,26 Dollar.


Ausserhalb des Leitindex gaben die Titel von Morgan Stanley und die der Citigroup jeweils um knapp drei Prozent nach. Die Aktien von Goldman Sachs verloren knapp zwei Prozent. Wie zudem die «Financial Times» schrieb, zeige die öffentliche Diskussion über erhöhte Banker-Boni bei der Citigroup bereits Wirkung. So würden Barzahlungen für Mitarbeiter auf 100.000 Dollar für das abgelaufene Jahr begrenzt.


Der Chiphersteller Intel hatte am Vortag nach Börsenschluss glänzende Geschäftszahlen zum vierten Quartal veröffentlicht. Die Aktie hatte aber bereits am Donnerstag während des Handels «Vorschusslorbeeren» erhalten und war um mehr als zwei Prozent gestiegen. Nun gab sie um 3,03 Prozent auf 20,80 Dollar nach. Analysten hatten angesichts der sehr starken Zahlen zu Gewinnmitnahmen geraten. Die Titel von Cisco Systems büssten 2,17 Prozent ein. Die Anteilsscheine von IBM und Microsoft, die am Vortag ebenfalls zugelegt hatten, gaben moderat nach.


Die Aktien von Kraft Foods sprangen im späten Handel um 1,58 Prozent auf 29,58 Dollar nach oben und waren damit Favorit im Dow. Der von William Ackman gegründete und geleitete Hedgefonds Pershing Square Capital Management LP hat zwei Prozent an dem Lebensmittelhersteller erworben. Er halte die Titel für unterbewertet, sagte Ackman. (awp/mc/ps/31)

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