US-Schluss: Uneinheitlich – Dow gut behauptet

Das Protokoll der US-Notenbank habe dagegen im Grunde keine Überraschungen gebracht. Der Leitindex Dow Jones ging mit 0,23 Prozent auf 11.412,87 Zähler aus dem Tag. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 0,37 Prozent auf 1.271,51 Zähler. An der NASDAQ dagegen verlor der Composite-Index 0,15 Prozent auf 2.361,97 Punkte. Der NASDAQ 100 gab um 0,18 Prozent auf 1.886,32 Punkte nach.


Das vom Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauen hat sich im August etwas stärker als erwartet aufgehellt. Im Protokoll der Fed seien erneut die Risiken für das US-Wirtschaftswachstum und die Sorgen über den wachsenden Inflationsdruck zum Ausdruck gebracht und eine Leitzinsanhebung für die Zukunft angedeutet worden.


Bankenwerte wurden zeitweise belastet, nachdem der staatliche Einlagensicherungsfonds der US-Banken (FDIC) berichtet hatte, dass die Gewinne der US-Banken im zweiten Quartal um 86 Prozent eingebrochen seien. Zudem sei die Zahl der in Schieflage geratenen Banken auf dem höchsten Niveau seit rund fünf Jahren. Merrill Lynch, die zeitweise bis auf 23,55 US-Dollar gefallen waren, erholten sich und schlossen mit minus 0,41 Prozent auf 24,10 Dollar. Citigroup gewannen 1,31 Prozent auf 17,84 Dollar.


Lehman Brothers legten ungeachtet der FDIC-Aussagen schliesslich sogar um 4,31 Prozent auf 14,03 Dollar zu. Angesichts neuer drohender Milliardenverluste reissen hier allerdings die Spekulationen um Anteilsverkäufe der viertgrössten US-Investmentbank nicht ab. Beim möglichen Verkauf der Vermögensverwaltungssparte habe die US-Beteiligungsgesellschaft KKR nun die besten Karten, berichtete der US-Wirtschaftssender CNBC am Montag (Ortszeit). Konkurrent Blackstone sei dagegen aus dem Bieterrennen ausgestiegen.


Die Aktien der American International Group (AIG) waren mit plus 4,58 Prozent auf 19,64 Dollar Spitzenwert im Leitindex. Der Versicherer ist mit 18 Prozent bei MicroCred Nanchong China (MNC) eingestiegen. AIG habe damit zudem auf zwei Jahre das exklusive Recht erworben, Microversicherungen an MNC-Kunden zu vertreiben, hiess es. Die Anteilsscheine von Boeing büssten dagegen 0,95 Prozent auf 63,46 Dollar ein und litten damit Händlern zufolge weiter unter Befürchtungen, dass sich der Flugzeugbauer aus dem Wettbewerb um den 35 bis 40 Milliarden Dollar schweren Tankflugzeugauftrag der US-Luftwaffe zurückziehen könnte.


Ölaktien profitierten vom wieder deutlich gestiegenen Ölpreis, der zeitweise wieder mehr als 117 Dollar je Barrel kostete. ExxonMobil legten um 1,58 Prozent auf 79,95 Dollar zu und Chevron Corp. gewannen 0,33 Prozent auf 85,79 Dollar. An der NASDAQ legten die Aktien von Electronic Arts (EA) um 0,90 Prozent auf 47,24 Dollar zu, während Take-Two 2,74 Prozent auf 25,13 Dollar gewannen. Die beiden Unternehmen haben ihre Gespräche zur Übernahme von Take Two intensiviert. (awp/mc/ps/01)

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