US-Schluss: Uneinheitlich nach Schlussrally – Microsoft verlieren

In die Gewinnzone schafften es allerdings nur die Standardtitel, während die Technologiewerte mit leichten Verlusten aus dem Rennen gingen. Laut Händlern stützten die Aufschläge bei den schwer gewichteten Finanztiteln. Der Dow Jones verabschiedete sich mit einem Plus von 0,33 Prozent auf 12.891,86 Punkte ins Wochenende – auf Wochenbasis legte der Index ebenfalls um 0,33 Prozent zu. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,65 Prozent auf 1.397,84 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq schloss der Composite-Index hingegen 0,25 Prozent tiefer bei 2.422,93 Zählern. Der NASDAQ 100 gab 0,31 Prozent auf 1.918,58 Zähler ab.


Im Technologiesektor gaben die Titel von Microsoft als Dow-Schlusslicht um 5,75 Prozent auf 29,83 Dollar nach. Der Softwareriese hatte in seinem dritten Geschäftsquartal deutlich weniger verdient als ein Jahr zuvor. Zwar war der Gewinn je Aktie trotz des Rückgangs besser ausgefallen als die Markerwartungen. Händlern zufolge monierten die Anleger jedoch den kurzfristigen Ausblick und die schwächer als erwarteten Umsätze der Windows-Sparte. Im Übernahmepoker um Yahoo! kurz vor Ablauf seines Ultimatums hatte Microsoft eine Erhöhung des milliardenschweren Angebots erneut ausgeschlossen – die Aktie des Internet-Konzerns fiel um 1,98 Prozent auf 26,78 Dollar.


Die Titel von Ford Motor litten nach dem deutlichen Vortagsplus unter negativen Studien und verbuchten Abschläge von 10,71 Prozent auf 7,50 Dollar. Bear Stearns hatte die Aktien von «Peer Perform» auf «Underperform» zurückgestuft. JPMorgan stufte das Papier aus Bewertungsgründen von «Overweight» auf «Neutral» ab. Am Donnerstag waren die Aktien nach Quartalszahlen noch um fast zwölf Prozent gestiegen. Das Papier des Konkurrenten General Motors (GM) litt unter Erwägungen der Ratingagentur Moody’s, das Kreditrating für den Autobauer zu senken, und ging 3,30 Prozent schwächer bei 21,38 Dollar aus dem Handel.


Amgen-Aktien verbilligten sich trotz guter Zahlen leicht um 0,47 Prozent auf 42,25 Dollar. Der US-Biotechkonzern hatte zwar im ersten Quartal überraschend den Ertrag gesteigert und die Umsatzerwartungen der Experten erfüllt. Analysten gaben jedoch zu bedenken, die Zukunft des Unternehmens könnte vom Erfolg von Wachstumstreibern wie dem Osteoporose-Medikaments Denosumab abhängen, die im Jahresverlauf Konkurrenz bekommen könnten.


Finanzwerte profitierten indes laut Händlern von einer Stimmungsaufhellung im Sektor, nachdem die Grossbank Merrill Lynch am Donnerstag angekündigt habe, ihre Quartalsdividende aufrecht zu erhalten. Deren Aktie legte um 3,22 Prozent auf 49,64 Dollar zu. Citigroup gewannen 3,26 Prozent auf 26,60 Dollar, und JPMorgan verteuerten sich um 1,75 Prozent auf 47,79 Dollar.


Die Titel von American Express legten um 5,73 Prozent auf 47,77 Dollar zu und setzten sich damit an die Dow-Spitze. Der Kreditkartenkonzern musste zwar im ersten Quartal wegen der Kreditkrise einen erneuten Gewinnrückgang hinnehmen. Das Unternehmen hatte aber bereits vor sinkenden Gewinnen gewarnt. Der Rückgang fiel nun weniger stark aus als von Experten erwartet. James Fotheringham von Goldman Sachs bestätigte indes seine «Buy»-Einschätzung. Dem Experten zufolge sind die Papiere deutlich unterbewertet.


Papiere von Goodyear Tire & Rubber honorierten die Bilanzvorlage mit Aufschlägen von 6,09 Prozent auf 28,91 Dollar. Der Reifenhersteller hatte nach einem Verlust im ersten Quartal 2007 in den ersten drei Monaten diesen Jahres wieder einen Gewinn aus fortgeführter Geschäftstätigkeit erwirtschaftet. Dieser fiel zudem besser als von Analysten erwartet aus. Auch der Umsatz übertraf die durchschnittlichen Markterwartungen. (awp/mc/ps)

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