US-Schluss: Verluste – Sorgen um Zustand der Wirtschaft

Zum Teil sei die Weltwirtschaft auf chinesisches Wachstum angewiesen, um aus der Rezession herauszukommen. Auch die deutlich fallenden Rohstoffpreise hätten zu den Sorgen beigetragen. An der auch andernorts schlechten Stimmung konnten auch überraschend positive US-Konjunkturdaten nichts ändern. So hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im August überraschend deutlich aufgehellt.


Der Dow Jones verlor 0,50 Prozent auf 9.496,28 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index gab um 0,81 Prozent auf 1.020,62 Punkte nach. An der Technologiebörse Nasdaq rutschte der Composite-Index um 0,97 Prozent auf 2.009,06 Zähler ab. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 1,10 Prozent auf 1.625,19 Punkte nach unten.


An der Spitze der Verliererliste des Dow Jones standen konjunktursensible Titel. So rutschten Aktien des Aluminiumkonzerns Alcoa als schwächster Indexwert um 3,60 Prozent auf 12,05 US-Dollar ab. Dahinter verloren Papiere des Baumaschinenherstellers Caterpillar 3,00 Prozent auf 45,31 Dollar.


Walt Disney gehörten aus anderen Gründen mit einem Abschlag von 2,98 Prozent auf 26,04 Dollar ebenfalls zu den grössten Verlierern. Der Unterhaltungskonzern will den Comic-Konzern Marvel Entertainment für vier Milliarden Dollar kaufen. Mit einem Wert von etwa 50 Dollar je Aktie stellt die Offerte einen Aufschlag von 29 Prozent auf den Marvel-Schlusskurs von Freitag von 38,65 Dollar dar. Marvel-Titel sprangen um 25,15 Prozent auf 48,37 Dollar nach oben.


Auch in der Ölbranche sorgten Übernahmegelüste für deutliche Kursbewegungen. Der Dienstleister für Unternehmen des Sektors, Baker Hughes, will den Konkurrenten BJ Services für 5,5 Milliarden Dollar schlucken. Dies entspricht einem Aufschlag auf den Schlusskurs vom Freitag von 16 Prozent. Während Aktien von Baker Hughes um 9,56 Prozent auf 34,45 Dollar einbrachen, legten Titel von BJ Services um 4,08 Prozent auf 16,06 Dollar zu.


Einige Finanztitel litten unter unter einem negativen Artikel im einflussreichen Anlegermagazin «Barron’s». Das Blatt sieht die Titel des Versicherers American International Group (AIG), der Grossbank Citigroup und des Hypothekenfinanzierers Fannie Mae als überbewertet an. Am schlimmsten erwischte es AIG-Aktien, die um 9,76 Prozent auf 45,33 Dollar nach unten rauschten. Citigroup-Titel gaben um 4,40 Prozent auf 5,00 Dollar nach. Papiere von Fannie Mae verloren 5,39 Prozent auf 1,93 Dollar.


Sun Microsystems zeigten sich vom vielleicht letzten Quartalsbericht des Computerkonzerns unbeeindruckt. Das Unternehmen, dessen Übernahme durch den Softwarekonzern Oracle durch die US-Wettbewerbshüter vor einer Woche abgenickt worden war, hatte im Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Verlust von 2,3 Milliarden Dollar angesammelt. Während Sun-Aktien um 0,64 Prozent auf 9,28 Dollar nachgaben, verloren Oracle-Titel 1,31 Prozent auf 21,87 Dollar. (awp/mc/ps/32)

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