US-Warenterminmarkt NYMEX bestätigt Fusionsgespräche

Die Gesellschaft habe mit bestimmten Parteien über eine potenzielle geschäftliche Kombination gesprochen, doch gebe es keine Zusicherung, dass es zu einem Zusammenschluss kommen werde.


NYSE Euronext mit Interesse
An der Wall Street wurde in den vergangenen Tagen und Wochen der weltgrösste Börsenbetreiber NYSE Euronext als möglicher Übernahmekandidat für die Nymex gehandelt. John Thain, der Konzernchef der NYSE Euronext, hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass er an einer Expansion im Derivate- und Optionshandel interessiert ist. An der Nymex werden Terminkontrakte und Optionen im Energie- und Metallbereich gehandelt. Zu den Nymex-Produkten gehören Öl, Ölprodukte, Erdgas, Kohle, Strom, Gold, Silber, Platin, Aluminium und andere Waren. Sie werden auf dem Parkett und elektronisch gehandelt.


Mögliche bessere Distribution in Europa und neue Produkte
Eine geschäftliche Transaktion könne Kostenersparnisse von bis zu 250 Millionen Dollar bringen, erklärte die Nymex. Die Gesellschaft verwies auch auf mögliche bessere Distribution in Europa und neue Produkte. Die Nymex zielt aber auf ein «bedeutsames Aufgeld» gegenüber dem derzeitigen Aktienkurs ab. Die Nymex-Aktien legten am Dienstag um knapp drei Prozent auf 118,78 Dollar zu und waren damit insgesamt rund elf Milliarden Dollar (8,2 Mrd Euro) wert.


Kostensenkungsprogramm auch eine Option
Die Nymex zieht aber auch ein eigenes Kostensenkungsprogramm mit der Streichung von 100 bis 150 Stellen, einem möglichen Verkauf des Hauptquartiers in New York mit einem Wert von 500 Millionen Dollar sowie andere Sparmassnahmen in Erwägung. Die Nymex erläuterte damit, Äusserungen ihrer Spitzenmanager bei einem Treffen mit Analysten der Deutsche Bank und mehreren institutionellen Investoren. (awp/mc/pg)

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