US-Wirtschaft schrumpft im 3. Quartal stärker als gemeldet

Volkswirte hatten mit einem Rückgang der Wirtschaftsleitung um 0,5 Prozent gerechnet. Die Wirtschaft ist damit so stark geschrumpft wie seit sieben Jahren nicht mehr.


Schwache Konsumausgaben im 3. Quartal
Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft noch um 2,8 Prozent gewachsen. Der Wachstumseinbruch im dritten Quartal ist den Angaben zufolge vor allem auf schwache Konsumausgaben zurückzuführen. Dabei sanken Ausgaben der privaten Haushalte auf Quartalssicht mit 3,7 Prozent stärker als urspünglich mit 3,1 Prozent angegebne. Besonders ausgeprägt war der Einbruch bei langlebigen Gütern. Hier wurde ein Einbruch um 15,2 (bisher 14,1) Prozent verzeichnet. Die Konsumausgaben machen etwa zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaftsleistung aus.


Exportwachstum bricht ein
Das Exportwachstum schwächte sich von 12,3 Prozent im Vorquartal auf 3,4 (5,9) Prozent ab. Die Importe sanken um 3,2 (1,9) Prozent, nachdem sie im Vorquartal um 7,3 Prozent gefallen waren. Die Investitionen der Unternehmen sanken um 1,5 (1,0) Prozent, nach einem Zuwachs um 2,5 Prozent im Quartal zuvor. Die annualisierte Kernrate des Preisindex PCE sprang im dritten Quartal auf 2,6 Prozent. Dies ist die höchste Rate seit über zwei Jahren. Die Kernrate des PCE wird von der US-Notenbank besonders stark beachtet.


Immobilienpreise sinken im September erneut mit Rekordtempo
Die Immobilienpreise in den 20 grössten Ballungsgebieten der USA sind im September erneut mit einem Rekordtempo gesunken. Der Case-Shiller-Hauspreisindex sei zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 17,4 Prozent zurückgegangen, teilte das private Institut S&P/Case-Shiller am Dienstag in Washington mit. Damit ist der Index bereits den 16. Monat in Folge gesunken. Auch der Indikator für die 10 grössten Ballungsgebiete sank im Rekordtempo. Er verlor im September 18,6 Prozent zum Vorjahr.


Verbrauchervertrauen Conference Board überraschend gestiegen
Die Stimmung der Verbraucher hat sich im November überraschend und kräftig aufgehellt. Der vom Conference Board ermittelte Index sei von revidiert 38,8 Punkten im Vormonat auf 44,9 Punkte gestiegen, teilte das private Forschungsinstitut am Dienstag in Washington mit. Im Oktober war das Vertrauen der Konsumenten noch auf ein Rekordtief eingebrochen. Der Vormonatswert war dabei zunächst mit 38,0 Punkten angegeben worden. Volkswirte hatten für November mit einem geringfügigen Rückgang auf 37,9 Punkte gerechnet. (awp/mc/pg/25)

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