US-Wirtschaft wächst etwas stärker als zunächst berechnet

Insgesamt ist damit das Wachstum stärker als noch im zweiten Quartal ausgefallen. Damals wuchs die Wirtschaft lediglich um 1,7 Prozent, nach 3,7 Prozent im ersten Quartal. Ökonomen hatten jedoch für das dritte Quartal eine stärkere Aufwärtskorrektur auf 2,8 Prozent erwartet. Der Lageraufbau ist etwas höher ausgefallen als zunächst ermittelt. Der private Verbrauch wurde jedoch im Vergleich zur Zweitschätzung nach unten revidiert. Insgesamt blieb der Konsum jedoch ein Treiber für das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal.


Beschleunigtes Wachstum 2011 erwartet
Die zuletzt veröffentlichten Frühindikatoren signalisieren eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums im kommenden Jahr. Verbraucher und Unternehmer schauten zuletzt zuversichtlicher in die Zukunft. Zudem dürfte das robuste Wachstum der Weltwirtschaft auch die US-Konjunktur im kommenden Jahr beflügeln. Gestützt werden dürfte die Konjunktur im kommenden Jahr auch durch die Verlängerung der in der Finanzkrise eingeführten Steuersenkungen. US-Präsident Barack Obama hatte sich mit den oppositionellen Republikanern auf eine Fortführung geeinigt.


Fed hält Geldschleusen weiter offen
Nach Einschätzung der US-Notenbank ist das Wirtschaftswachstum aber noch zu schwach, um die in der Krise stark gestiegene Arbeitslosigkeit zu vermindern. Sie spricht weiterhin von einer nur moderaten Erholung die «enttäuschen langsam» verlaufe. Die US-Notenbank hat daher in der vergangenen Woche die Fortführung ihres Kaufprogramms für Staatsanleihen verkündet. Insgesamt will die Fed Staatsanleihen im Wert von 600 Milliarden US-Dollar aufkaufen, um so die Wirtschaft zu stützen.


Hausverkäufe steigen weniger stark als erwartet
In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im November weniger stark als erwartet gestiegen. Die Zahl sei um 5,6 Prozent auf 4,68 Millionen geklettert, teilte die National Association of Realtors (NAR) am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten im Durchschnitt 4,71 Millionen Verkäufe erwartet. Im Oktober hatte die Zahl noch bei 4,43 Millionen Häuser gelegen.


FHFA-Hauspreisindex klettert überraschend
Die Preise von US-Einfamilienhäusern sind im Oktober im Monatsvergleich überraschend gestiegen. Der entsprechende Hauspreisindex sei um 0,7 Prozent geklettert, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) mit. Ökonomen hatten im Schnitt einen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet. Auf Jahressicht ging der Index um 3,4 Prozent zurück. Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde der Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae . Bei der Berechnung des Index werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von Freddie Mac und Fannie Mae gekauft oder garantiert wurden. (awp/mc/ps/16)

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