USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken nicht ganz so stark

Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt stieg die Zahl der Erstanträge um 1.750 auf 459.000. 


Beschäftigung steigt etwas schwächer als erwartet
In den USA ist die Beschäftigung im Privatsektor im Mai etwas schwächer als erwartet gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten sei um 55.000 zum Vormonat geklettert, teilte der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (APD) mit. Volkswirte hatten mit einem etwas höheren Anstieg um 58.000 Stellen gerechnet. Allerdings wurde der Vormonatswert kräftig nach oben revidiert. So sind im April nicht 32.000 neue Stellen entstanden, sondern mit 65.000 Stellen gut doppelt so viele Arbeitsplätze geschaffen worden. Das US-Arbeitsministerium wird den offiziellen Arbeitsmarktbericht an diesem Freitag veröffentlichen. Die ADP-Daten gelten als Indikator für den US-Arbeitsmarktbericht.


Produktivitätszuwachs deutlich schwächer als zunächst ermittelt
Derweil hat sich in den USA die Produktivität ausserhalb des Agrarsektors im ersten Quartal wesentlich schwächer erhöht als zunächst ermittelt. Auf das Jahr hochgerechnet sei die Produktivität um 2,8% gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium weiter mit. Damit korrigierte das Ministerium seine Erstschätzung von plus 3,6% um 0,8 Punkte nach unten. Ökonomen hatten einen Wert von 3,4% erwartet. Im vierten Quartal hatte der Zuwachs noch deutlich höher bei 6,3% gelegen. Die Lohnstückkosten sanken im ersten Quartal annualisiert um 1,3%. In der Erstschätzung war noch ein Rückgang um 1,6% ermittelt worden. Im vierten Quartal lag das Minus mit 7,8% aber spürbar höher.


ISM-Einkaufsmanagerindex Dienste stagniert überraschend
In den USA hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Dienstleistungssektor im Mai überraschend nicht verändert. Der entsprechende Index sei mit 55,4 Punkten auf dem Vormonatswert verharrt, teilte das Institute for Supply Management (ISM) mit. Ökonomen hatten hingegen im Durchschnitt mit 55,7 Punkten gerechnet. Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände unter 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Abschwächung, während Werte darüber auf eine Belebung hinweisen.


Industrieaufträge steigen im April nicht so stark wie erwartet
Die Bestellungen bei den Industrieunternehmen in den USA sind im April nicht ganz so stark wie erwartet gestiegen. Auf Monatssicht sei das Auftragsvolumen um 1,2 Prozent geklettert, teilte das Handelsministerium weiter mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 1,4 Prozent gerechnet. Allerdings wurde der Wert für den Vormonat nach oben revidiert. Die Auftragseingänge waren demnach um revidiert 1,7 (zunächst 1,3) Prozent gestiegen. Ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Aufträge für Transportgüter sanken die Auftragseingänge im April um 0,5 Prozent. Im Vormonat waren sie um revidierte 3,8 Prozent gestiegen. (awp/mc/ps/22) 

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