USA: ISM-Index signalisiert wieder Wirtschaftswachstum

Damit hat der Index das höchste Niveau seit Juni 2007 erreicht. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 50,1 Punkte gerechnet. Die US-Wirtschaft dürfte nach Einschätzung der Postbank im dritten Quartal den Sprung aus der Rezession heraus geschafft haben. Nach dem über die Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen ISM-Index würden nach Einschätzung die Anzeichen dafür immer klarer. Getragen war der kräftige Aufwärtssprung abermals von den produktionsnahen Komponenten. So stieg der Produktions- und Auftragsindex über 60 Punkte. Dabei stehe der Auftragsindex so hoch wie zuletzt Ende 2004.


Umschwung nach Normalisierung der Autoproduktion 
Vor allem eine Normalisierung der Autoproduktion und der Umschwung im Lagerzyklus haben laut Commerzbank die Wende gebracht. Bereits jetzt würde die US-Wirtschaft wieder wachsen. Die Lagerbestände seien nach Monaten eines scharfen Lagerabbaus zu niedrig, da sich die Nachfrage wieder stabilisiere. «Die erforderliche Erholung der Bestände werde wie in früheren Zyklen auch – die Erholung der Gesamtwirtschaft einleiten», schreibt die Commerzbank.


Arbeitsmarkt hinkt hinterher
Der Arbeitsmarkt hinkt der Entwicklung jedoch noch hinterher. So stieg der Beschäftigungsindex zwar von 45,6 Punkten im Juli auf 46,4 Punkte im August. Er liegt damit jedoch noch immer noch merklich unter der Expansionsschwelle. Die gestiegene Beschäftigungskomponente weise darauf hin, dass die Abschwungdynamik am Arbeitsmarkt weiter nachlasse, schreibt die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Von einer Trendwende könne aber noch nicht gesprochen werden, da sich der Stellenabbau fortsetze.


Aktienmärkte profitieren nicht
Die Aktienmärkte haben nicht von den guten Daten profitiert und der Leitindex ging mit deutlichen Kursverlusten aus dem Markt. Der für den Anleihenmarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future geriet nach den Daten kurzzeitig unter Druck, erholte sich jedoch schnell wieder und stieg auf ein Tageshoch. Der Eurokurs fiel nach den Daten deutlich und sank unter die Märkte von 1,43 US-Dollar.


Schwebende Hausverkäufe steigen im Juli stärker als erwartet
Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe ist im Juli stärker als erwartet gestiegen. Der «Pending Home Sales Index» (PHSI) sei von 94,6 Punkten im Vormonat um 3,2 Prozent auf 97,6 Punkte geklettert, teilte die Maklervereinigung Nationals Association of Realtors (NAR) am Dienstag mit. Hier hatten Volkswirte mit 96,5 Punkten gerechnet. Auf Jahressicht legte der Index um 12 Prozent zu. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe gelten als ein wichtiger Frühindikator für den US-Immobilienmarkt, da sie auf die künftigen Hausverkäufe hinweisen.

Bauausgaben sinken überraschend
Hingegen sind die Bauausgaben im Juli überraschend gesunken. Laut dem US-Handelsministerium gingen die Ausgaben um 0,2 Prozent zurück. Volkswirte hatten im Schnitt eine stabile Entwicklung erwartet. Der Vormonatswert wurde zudem von plus 0,3 Prozent auf plus 0,1 Prozent nach unten revidiert. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sanken die Bauausgaben im Juli um 10,5 Prozent. (awp/mc/pg/27)

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