Vasella: Preissenkungen für Medikamente ein «doppelschneidiges Schwert»

Tiefere Preise bedeuteten auch weniger Steuereinnahmen, gibt Vasella in einem Interview mit der «Berner Zeitung» vom Samstag zu bedenken. «Die Preise in der Schweiz dienen den ausländischen Behörden als Referenzwert.» Somit führten tiefere Preise auch zu weniger Einnahmen aus Exporten für Novartis. Novartis liefere pro Jahr ungefähr eine halbe Milliarde Franken an den Schweizer Fiskus ab. Das entspreche etwa dem Umsatz, welcher der Konzern in der Schweiz erziele.


Widerstand gegen Parallelimporte
Mit tieferen Preisen könnten auch die Investitionen in neue Medikamente zurückgehen, sagte Vasella weiter. Dies wäre kontraproduktiv: «Neue Medikamente, die richtig verschrieben werden, führen zu massiven Kostensenkungen, da sie die Zahl der Spitaltage verringern.» Zudem bekräftigte Vasella den Widerstand der Pharmabranche gegen Parallelimporte. Darüber wird der Nationalrat in der kommenden Session beraten, welche am Montag beginnt. Fehle der Schutz der Patente, würden keine Investitionen getätigt, befürchtet er. «Patente sind Privateigentum.» (awp/mc/ps)

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