Verbessertes Image der Schweizer Banken

Die seit sieben Jahren nach dem gleichen Raster erstellte, von der Schweizerischen Bankiervereinigung in Auftrag gegebene Studie lässt ein nochmals gewachsenes Vertrauen der Schweizer in das Bankenwesen erkennen. Rund 86 (i. V. 79)% der Befragten stufen ihre Hausbank bzw. die Bank, mit der sie am meisten Geschäfte tätigen, als «sehr positiv oder positiv» ein, wogegen lediglich 3 (5)% eine negative Einstellung haben.


Bankgeheimnis soll beibehalten werden
Konsistent mit dieser Einschätzung ist, dass sich das Gesamtbild der Branche ebenfalls aufgehellt hat, wobei die Bankkunden in der Romandie zurückhaltender sind als die Deutschschweizer und die Tessiner bei der Verteilung von guten Noten. Eher noch populärer als schon bisher ist das Bankgeheimnis; 80 (78)% der Befragten sind für dessen Beibehaltung, 13 (17)% für dessen Abschaffung, und die Übrigen nehmen eine unentschiedene Haltung ein. Mehr als zwei Drittel sind der Meinung, das Bankkundengeheimnis werde in der heutigen Form auch in fünf Jahren noch Bestand haben.

Skepsis bei der Bekämpfung der Geldwäscherei
Auch wenn sich die Schweizer Banken einer wachsenden Beliebtheit unter ihrer Kundschaft erfreuen, herrscht aber weiterhin eine bemerkenswert hartnäckige Skepsis, wenn es um die Bekämpfung der Geldwäscherei geht. Wie schon im zurückliegenden Jahr hält eine knappe Mehrheit von stabil 55% an ihrer Wertung fest, die Schweizer Banken unternähmen zu wenig gegen die Geldwäscherei und die Entgegennahme von Potentatengeldern. Tief verwurzelt schliesslich ist das Misstrauen, wenn es um die Kreditvergabe an KMU-Betriebe geht. Die Kantonalbanken verfügen in dieser Hinsicht über einen klaren Image-Vorteil im Vergleich mit den übrigen Banken, die trotz den zurzeit niedrigen Zinsen in diesem Segment des Kreditgeschäfts Probleme bekunden.

(nzz/mc/hfu)

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