Vetropack: Währungsverluste belasten Ergebnis 2008 empfindlich

Insgesamt betrachtet sei 2008 ein erfolgreiches Geschäftsjahr mit «gesundem Wachstum» und einer weiteren Stärkung der Inlandmärkte gewesen, hiess es. Der Glasverpackungskonzern steigerte den konsolidierten Umsatz im Berichtsjahr um 7,5% auf 752,0 (VJ 699,6) Mio CHF. Der EBIT nahm hingegen um 2,3% auf 128,9 (132,0) Mio CHF ab, die EBIT-Marge stellte sich bei 17,2 (18,9)% ein. Der Reingewinn sackte gar um 22,2% auf 78,5 (100,9) Mio CHF ab.


Währungsverluste auf ukrainischer Hryvna belasten
Die internationale Finanzkrise habe im vierten Quartal 2008 zu einer starken Abwertung der ukrainischen Landeswährung Hryvna von bis zu 60% gegenüber EUR und USD geführt, erklärte Vetropack. Da das wettbewerbsstärkste Modernisierungsprogramm des Glaswerks OJSC Vetropack Gostomel mit Krediten in USD finanziert wurde, habe sich der extreme Kurszerfall gewinnmindernd für die ganze Gruppe ausgewirkt. Die Währungsverluste machten insgesamt rund 30 Mio CHF aus.


Auf Gewinnebene über den Erwartungen
Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Vetropack die Markterwartungen auf Gewinnebene übertroffen. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) hatten die Analysten mit einem Umsatz von 752,3 Mio, einem EBIT von 117,8 Mio und einem Reingewinn von 65,1 Mio CHF gerechnet.


Dividende bleibt unverändert
Das Unternehmen will eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 35 CHF je Inhaberaktie und 7 CHF je Namenaktie auszahlen.


Alle Produktionsstandorte voll ausgelastet
Im Berichtsjahr verkaufte Vetropack 4,27 Mrd Glasverpackungen, nach 4,26 Mrd im Vorjahr. Gut zwei Drittel davon seien in den Inlandmärkten abgesetzt worden. Alle Produktionsstandorte waren im Berichtsjahr voll ausgelastet. Insgesamt investierte die Vetropack-Gruppe im Berichtsjahr 96,6 (86,9) Mio CHF. Nebst der turnusmässigen Revision einer Schmelzwanne im tschechischen Werk Moravia Glass wurde auch eine Grünglaswanne im kroatischen Straza ersetzt, wodurch die Schmelzkapazität von 180 auf 230 Tonnen pro Tag gesteigert werden konnte, heisst es.


Zusätzliche Kapazitätssteigerungen
Ferner hätte die Inbetreibnahme leistungsfähiger Glasblasmaschinen in der Schweiz, Tschechien, Kroatien und der Slowakei zusätzliche Kapazitätssteigerungen ermöglicht. Das slowakische Werk Vetropack Nemsova nahm eine neue Recycling-Anlage in Betrieb, in der bis zu 120’000 Tonnen Scherben pro Jahr für die Glassproduktion aufbereitet werden können.


Zum laufenden Geschäftsjahr 2009 machte Vetropack keine Angaben.  (awp/mc/pg/03)

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