Viel Arbeit für den Preisüberwacher in der Krise

Dies sagte Meierhans in einem Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Dienstag. Gerade im Gesundheitswesen seien die Bürger preissensibler geworden.  Im Gesundheitswesen habe er dazu beigetragen, dass die Kosten um 200 Mio CHF reduziert worden seien, indem die Preise für Medikamente neu auch mit jenen in Frankreich und Österreich verglichen würden. Hinzu kämen Senkungen bei den Labor-, Arzt- und Spitaltarifen um bis zu 20%.


Medipreise: «Organisierten Widerstand einzelner Branchen»
Meierhans macht aber kein Hehl daraus, dass im Gesundheitswesen «relativ rasch» 800 Mio CHF hätten gespart werden können, indem die Medikamentenpreise auch mit jenen in Italien verglichen würden. Zudem hätte man die Vertriebsmargen für die Medikamenten-Abgabe durch Apotheker und Ärzte deutlicher senken können. Dass dies nicht geschah, führt er auf den «organisierten Widerstand einzelner Branchen» zurück. Aber auch die «verhärteten, festgefahrenen gesundheitspolitischen Diskussionen» hätten grössere Einsparungen verhindert.


Post in die Schranken gewiesen
Laut Meierhans kann der Preissenkungsbeitrag der Preisüberwachung dieses Jahr auf rund 300 Mio CHF veranschlagt werden. Allerdings sei es schwierig, genau abzugrenzen, wie gross der Anteil einzelner Behörden und Beteiligter sei. Den grössten Betrag konnte die Preisüberwachung bei der Post sparen: Senkungen bei gewissen Briefpost-Tarifen und Verschiebungen von Preiserhöhungen bei der Paketpost führten laut Meierhans zu Einsparungen in Höhe von 200 Mio CHF. (awp/mc/ps/11)

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