VW-Sanierer Wolfgang Bernhard geht

Dies berichtet die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Donnerstag). Gerüchte über ein angebliches Ausscheiden von Bernhard aus dem VW-Konzern kursieren bereits seit einer Woche. Ein Konzernsprecher wollte den Bericht am Abend nicht kommentieren.


Volkswagen künftig zentraler führen
Am Donnerstag bereite das Aufsichtsratspräsidium von Volkswagen die Sitzung des VW-Kontrollgremiums am Freitag vor, berichtet die «FAZ». Audi-Chef Martin Winterkorn, der designierte Vorstandsvorsitzende von VW als Nachfolger von Bernd Pischetsrieder, wolle Volkswagen künftig zentraler führen und den Vorstand umbauen. Der Umbau führe zu einer Schwächung der Position Bernhards.


Abgang von Bernhard galt als unwahrscheinlich
Beobachter hatten einen Abgang von Bernhard, der als massgebliche Kraft mitten in der VW-Sanierung steckt, eher für unwahrscheinlich gehalten. «Das würde VW bei der Sanierung drei Jahre zurückwerfen», sagte der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer der dpa am Abend. «Bernhard war auf dem besten Wege, die grossen Brocken bei VW Stück für Stück zu lösen.» Winterkorn hingegen habe mit Sanierungen bisher keine Erfahrung. «Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das für VW nur Nachteile hätte», sagte Dudenhöffer.


Keine Begründung für den Führungswechsel
VW hatte in der vorigen Woche überraschend angekündigt, Pischetsrieder werde zum Jahresende als VW-Chef ausscheiden. Sein Nachfolger Winterkorn gilt als enger Vertrauter von Aufsichtsratschef Piëch. Eine offizielle Begründung für den Führungswechsel gibt es bisher nicht. Bernhard galt anfangs als möglicher Kronprinz für die Konzernspitze. (awp/mc/ab)

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