Waadtländer KB: Bruttogewinn legt um 22 Prozent zu

Der Zinserfolg und der Kommissionserfolg fielen dagegen unter der entsprechenden Vorjahresperiode aus. Der gesamte Betriebsertrag stieg von Januar bis September um 9% auf 729,9 (668,8) Mio CHF, wie die Kantonalbank am Donnerstag mitteilte. Der Geschäftsaufwand konnte dagegen um 1% auf 372,1 (375,8) Mio CHF gesenkt werden, wobei der Personalaufwand mehr oder weniger unverändert blieb und der Sachaufwand um 2% fiel.


Zinsengeschäft leicht rückläufig
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft sank trotz der deutlichen Ausweitung des Kundengeschäfts um 1% auf 381,4 Mio CHF, was die BCV auf die vorsichtige Bewirtschaftung der umfangreichen Zuflüsse zurückführt. Diese seien grösstenteils bei der SNB angelegt worden. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft verringerte sich um 6% auf 247,0 Mio CHF. Zulegen konnte die Bank vor allem beim Erfolg aus dem Handelsgeschäft, der nach dem schwachen Vorjahr (-17,8 Mio) dieses Jahr mit +73,0 Mio CHF wieder positiv ausfiel. Die Bank betont dabei, dass sie die Risiken in diesem Bereich stark verringert habe. Der übrige Erfolg sank um 30% auf 28,5 (40,6) Mio CHF.


Ergebnis über Erwartungen
Mit den ausgewiesenen Zahlen hat die BCV die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens lag für den Bruttogewinn bei 336,5 Mio CHF, für den Betriebsertrag bei 712,3 Mio CHF; der Geschäftsaufwand wurde mit 375,8 Mio CHF etwas höher prognostiziert. Die Bilanzsumme des Waadtländer Staatsinstituts stieg in der Berichtsperiode um 3% auf 36,4 Mrd CHF. Weiterhin zieht die Kantonalbank Kundengelder an: Die Kundeneinlagen in Spar- und Anlageform stiegen gegenüber dem Jahresende 2008 um 14% auf 9,7 Mrd CHF, die übrigen Verpflichtungen in Spar- und Anlageform erhöhten sich um 3% auf 13,5 Mrd CHF.


Auch Hypothekargeschäft legt deutlich zu
Die BCV legte zudem im Hypothekargeschäft deutlich zu: Die Hypothekarforderungen lagen per Ende September um 7% höher auf 18,4 Mrd CHF. Dagegen verringerten sich die übrigen Kredite um 4% auf 5,3 Mrd CHF. Zudem reduzierte die BCV-Gruppe ihre Forderungen gegenüber Banken um 20% auf 6,2 Mrd CHF. Im Gegenzug stockte sie ihre Einlagen bei der SNB auf und investierte 1,2 Mrd CHF in «erstklassige Finanzanlagen».


Nettoneugeldzufluss von 2,9 Milliarden Franken
Die verwalteten Vermögen der Gruppe legten um 13% bzw. 8,7 Mrd auf 75,5 Mrd CHF zu, der Nettoneugeldzufluss betrug 2,9 Mrd CHF. Für das Gesamtjahr 2009 gibt sich die Bank verhalten optimistisch. Angesichts des derzeit schwierigen Marktumfelds sei man mit dem bisher erzielten Ergebnis «sehr zufrieden»; es zeuge vom Vertrauen, das die Kunden der Bank entgegenbrächten. Sie rechnet mit einem «vergleichbaren Geschäftsgang» für das gesamte laufende Jahr. (awp/mc/ps/02) 

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