Wohlstandskrankheiten am Golf nehmen epidemische Ausmasse an

von Gérard Al-Fil
Gerade hat die Sandwich-Kette «Subway» in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ihre 100. Filiale eröffnet. 44 Mal gibt es Subway in Kuwait, 41 weitere Buden werben in Saudiarabien um hungrige Gäste.


Zeitbombe Zuckerkrankheit
Keine Golf-Metropole kommt ohne die berühmt-berüchtigten «Food Courts» aus, die Grosshallen für Schnellrestaurants und Fast Food-Buden. Selbst an Schulen und Universitäten greifen junge Einwohner in den VAE lieber zu Burger und Coke als zu Milch und Pausenbrot von Muttern. Die Folge: beim Body-Mass-Index, einem weltweit anerkannten Mass für die Leibesfülle, führen die Golfstaaten Kopf an Kopf mit den USA. 60 Prozent der 1,1 Millionen Emirati sind übergewichtig.

 

Die «moderne» Esskultur hat ihren Preis. Allein in den VAE leiden laut Gesundheitsminister Dr. Hanif Hassan 19 Prozent der 5,5 Millionen Einwohner an Diabetes.»Wenn wir nicht gegensteuern, könnte im 2025 die Behandlung zuckerkranker Patienten 13 Prozent der Gesundheitshaushalte in Mittelost und Afrika (Mena) verschlingen», fürchtet der Minister.

 

Clinton lanciert Stiftung
Unterstützung erhält Dr. Hassan jetzt aus Washington. Bill Clinton, der seinen einst hemmungslosen Ernährungsstil 2004 beinahe mit dem Leben bezahlte, wirbt dieser Tage auf dem «Mena Diabetes Leadership Forum» in Dubai für gesunde Ernährung. Der 42. Präsident der USA lancierte die Varkey GEMS Stiftung. Die Non-Profit-Organisation mit Sitz in Dubai hat sich zum Ziel gesetzt, das Leben von 10 Millionen Kindern weltweit zu verbessern.


Clinton warnte, die boomende Mena-Region säge am eigenen Wachstumsast, falls sie den negativen Ernährungstrend nicht umkehre.

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