ZEW-Konjunkturerwartungen fallen im Januar stärker als erwartet

Dies teilte das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mit. Von Thomson Financial News befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem moderateren Rückgang auf minus 39,0 Punkte gerechnet. Die Konjunkturerwartungen liegen damit weiter unter ihrem historischen Mittelwert von 31,0 Punkten.


Gefahr einer Rezession in den USA als grösste Gefahr
Der grösste Risikofaktor für die deutsche Konjunktur ist laut ZEW die Gefahr einer Rezession in den USA im Zuge der Finanzkrise. Der Hoffnungsträger für die konjunkturelle Entwicklung sei der private Konsum, der durch eine Erholung am Arbeitsmarkt gestützt werde. «Der Konsum wird in den kommenden Monaten eine entscheidende Rolle für die Konjunkturentwicklung spielen. Allerdings sind die Einführung von Mindestlöhnen oder überzogene Lohnforderungen nicht geeignet, den Konsum zu erhöhen, da sie mit Arbeitsplatzverlusten verbunden sind,» sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.


Aktuelle Bewertung ebenfalls eingetrübt
Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage trübte sich ebenfalls ein. Der entsprechende Indikator sank von 63,5 Punkten im Vormonat auf 56,6 Punkte. Volkswirte hatten mit einem geringeren Rückgang auf 58,0 Punkte gerechnet.


Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verschlechterten sich im Januar ebenfalls. Der Indikator für die Eurozone sinkt von 47,7 Punkte auf 41,7 Punkte. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum nimmt im Januar um 11,8 Punkte ab und steht nun bei 47,8 Punkten. (awp/mc/pg)

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