ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im Juni wieder gestiegen

Von AFX befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 17,3 Punkte gerechnet. Im Mai war der Index noch von 20,1 Punkte im Vormonat auf 13,9 Zähler gefallen.


Hoffnung auf die tatkräftige Umsetzung der notwendigen Reformen
Als Gründe für den überraschend starken Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen nannte das Mannheimer Institut den deutlich gesunkenen Euro-Wechselkurs und die Hoffnung auf die tatkräftige Umsetzung von notwendigen Reformen nach den geplanten Neuwahlen im Herbst. «Die Perspektiven beginnen sich aufzuhellen», sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Er verspricht sich von den Neuwahlen stabile Mehrheiten, um auch «unpopuläre Reformen weiter voranzubringen».


Etwas pessimistischer
Die aktuelle Konjunktursituation in Deutschland beurteilen die Experten allerdings in diesem Monat wieder etwas pessimistischer. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage sei von minus 69,3 Punkten auf minus 70,0 Punkte gesunken.


Konjunkturerwartungen für die Eurozone ebenfalls gestiegen
Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Juni ebenfalls gestiegen. Der Euro-Indikator gewann 1,9 Punkte gegenüber dem Vormonat und liegt nun bei plus 16,7 Punkten, hieß es weiter in der Mitteilung des ZEW. Der entsprechende Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum habe sich dagegen von minus 31,0 Punkten auf minus 38,3 Punkte verschlechtert. (awp/mc/gh)

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