ZEW-Konjunkturerwartungen sinken stärker als erwartet

Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit einem geringeren Rückgang auf 53,4 Punkte gerechnet. Die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich indes um 6,6 Punkte auf minus 65,6 Punkte und lag damit über den Erwartungen.


Unsichere Entwicklung des Privatkonsums
Trotz des Rückgangs befinden sich die Konjunkturerwartungen laut ZEW auf einem hohen Niveau. Unsicher sei zurzeit vor allem die Entwicklung des privaten Konsums: Ein allmählich steigendes Preisniveau und die unsichere Arbeitsmarktsituation könnten den Verbrauch dämpfen, hiess es. «Optimistisch stimmt hingegen, dass sich die deutsche Ausfuhr kontinuierlich bessert und so das Wirtschaftswachstum stärkt.»


Aufwärtstrend unterbrochen
«Der Aufwärtstrend der Erwartungen ist vorerst unterbrochen», sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Die befragten Experten signalisierten, dass es im nächsten Jahr keinen starken Wachstumsschub geben werde. Vielmehr gehe die konjunkturelle Erholung in kleinen Schritten voran.


Für den Euroraum ergibt sich ein ähnliches Bild wie für Deutschland. Die Konjunkturerwartungen sanken um 5,1 Punkte auf 51,8 Punkte, während die Lagebeurteilung um 5,1 Punkte auf 70,3 Punkte stieg. (awp/mc/pg/16)

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