51,8 Prozent Nein: Kunstmuseum-Erneuerung abgelehnt

51,8 Prozent Nein: Kunstmuseum-Erneuerung abgelehnt
Das Projekt «Eiger» ist an der Urne gescheitert. (Visualisierung: Kunstmuseum Bern)

Bern – Die Pläne für eine Sanierung und Erweiterung des Kunstmuseums Bern haben sich zerschlagen. Das Stimmvolk hat den Projektierungskredit von 15,7 Millionen Franken mit einem Nein-Anteil von 51,8 Prozent abgelehnt.

Das teilte die Staatskanzlei am Sonntag mit. Die Gegner setzten sich mit 214’493 Nein- gegen 199’406 Ja-Stimmen durch. Die Stimmbeteiligung betrug 56,7 Prozent. Politiker aus den Reihen von SVP, EDU und GLP hatten das Referendum ergriffen. Sie kritisierten das «Luxusprojekt» und warnten vor einem «Fass ohne Boden».

Vorgesehen war, das historische Gebäude von 1879 umfassend zu erneuern und den Erweiterungsbau von 1983 durch einen Neubau zu ersetzen. Die Gesamtkosten wurden auf 147 Millionen Franken geschätzt, wovon der Kanton 81 Millionen Franken beitragen sollte.

Den Rest sollten Private, die Bernburger und der Lotteriefonds beisteuern. Den weitaus grössten Beitrag hatte der Berner Unternehmer und Kunstmäzen Hansjörg Wyss zugesichert. Die privaten Finanzierungsbeiträge waren allerdings nur für das sogenannte Projekt «Eiger» zugesagt.

Nun beginnt die Planung wieder auf Feld eins, denn der Handlungsbedarf ist unbestritten. Die Haustechnik ist veraltet, die Dächer und Fassaden sind in die Jahre gekommen, die Kunstwerke drohen Schaden zu nehmen. Ohne Sanierung könnten die Unterhaltskosten in die Höhe schiessen. (mc/pg)

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