ABB erhält Auftrag über 450 Mio USD in Norwegen und Grossbritannien

Ulrich Spiesshofer
ABB-CEO Ulrich Spiesshofer. (Foto: ABB)

ABB-CEO Ulrich Spiesshofer. (Foto: ABB)

Zürich – Der Energie- und Automationstechnikkonzern ABB hat vom staatlichen Stromnetzbetreiber Norwegens, Statnett, sowie von National Grid, einem Strom- und Gassversorger von Grossbritannien, einen Auftrag im Wert von über 450 Mio USD erhalten. Dabei geht es um die Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) für die Verbindung des britischen und norwegischen Stromnetzes, wie ABB am Dienstag mitteilt. Die Leitung soll die Versorgungssicherheit in beiden Ländern erhöhen und die Integration von Wind- und Wasserkraft ins Stromnetz fördern. Der Auftrag wurde im dritten Quartal 2015 verbucht.

ABB liefert die HGÜ-Konverterstationen für beide Enden der Leitung namens «North Sea Network» (NSN) zwischen Norwegen und Grossbritannien. Die NSN-Leitung wird eine Übertragungskapazität von 1’400 Megawatt (MW) aufweisen und durch norwegisches und britisches Gewässer verlaufen. Die 730 Kilometer lange Stromleitung wird die längste Unterwasserverbindung der Welt sein und voraussichtlich 2021 den kommerziellen Betrieb aufnehmen.

Bei starker Windstromerzeugung und geringem Strombedarf in Grossbritannien fliesst der Strom durch die Leitung nach Norwegen, wo dann Wasser in den Stauseen gesammelt werden kann. Bei reger Strom-Nachfrage und wenig Wind in Grossbritannien dagegen, werden die Briten mit Elektrizität aus norwegischen Wasserkraftwerken versorgt. (awp/mc/ps)

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