ABB in EU-Untersuchung involviert

Joe Hogan

ABB-CEO Joe Hogan.

Brüssel – ABB ist in den Fokus der Wettbewerbsbehörden der EU geraten. Die EU-Kommission hat ein Kartellverfahren gegen zwölf Hersteller von Stromkabel – darunter ABB – eingeleitet und droht den Unternehmen mit millionenschweren Strafen. Die Kommission vermutet, dass die Unternehmen untereinander die Preise für Erd- und Unterwasserkabel abgesprochen und die Märkte in der EU aufgeteilt haben.

Dabei habe es sich um Produkte und Dienstleistungen gehandelt, teilt die EU-Kommission am Mittwoch mit. Preisabsprachen oder die Ausnutzung einer Monopol-Stellung zum Schaden von Konkurrenten oder Verbrauchern seien in der EU verboten, heisst es weiter. Eine Frist für den Abschluss der Untersuchung gibt es nicht. Die Wettbewerbshüter haben den Unternehmen einen Beschwerdebrief geschickt, damit ist das Kartellverfahren offiziell eröffnet. Allerdings ist die Entscheidung noch offen. Bereits im Januar 2009 hatte die Kommission Geschäftsräume der Kabelhersteller durchsuchen lassen. Nun müssen die Firmen dazu Stellung nehmen.

ABB will mit Kommission zusammenarbeiten
ABB bestätigte in einer Mitteilung vom Mittwoch, dass sie von der EU-Kommission ein sogenanntes «Statement of Objections» erhalten hat. Dies sei aber noch keine abschliessende Entscheidung im Verfahren. Sollte der Kartellverdacht sich allerdings erhärten, könnte die Behörde eine Geldbusse von bis zu 10% des einschlägigen Umsatzes verhängen. Der Energie- und Elektrotechnikkonzern werde in der Untersuchung mit der Kommission zusammenarbeiten. (awp/mc/ps/upd/ss)

EU-Kommission

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