Actelion 2013 mit mehr Umsatz und deutlich mehr Gewinn

Jean-Paul Clozel
Jean-Paul Clozel, ehemaliger Actelion-CEO. (Copyright: Actelion)

Jean-Paul Clozel, CEO Actelion. (Copyright: Actelion)

Allschwil – Das Biopharma-Unternehmen Actelion hat sich im Geschäftsjahr 2013 besser entwickelt als erwartet. Zudem wurden mit der Produktpipeline Fortschritte erzielt, wobei vor allem die Zulassung des Tracleer-Nachfolgers Opsumit in den USA und Europa Glanzlichter waren. Darüber hinaus sind die Produktkandidaten Selexipag und Cadazolid weiter auf Kurs. Für das Jahre 2014 hat das Management die Guidance angehoben.

Der Produktumsatz stieg im Berichtsjahr um 4% auf 1,78 Mrd CHF, zu konstanten Wechselkursen (kWk) war ein Anstieg um 6% zu verzeichnen. Davon entfielen 1,53 Mrd (+2%; zu kWk +5%) auf das Hauptprodukt Tracleer zur Therapie von Lungenbluthochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie, PAH). Der Nachfolger von Tracleer – Opsumit – erzielte seit der Markteinführung im November in den USA bis Ende des Geschäftsjahres einen Umsatz von 5 Mio CHF. Unter den weiteren Produkten erreichten die Verkäufe von Ventavis 110 Mio (unv.; +1%), von Zavesca 96 Mio (+13%; +14%) und von Veletri 37 Mio (+52%; +60%).

Der US-GAAP-EBIT wuchs um 14% auf 482 Mio CHF (+20% zu kWk), und der Kerngewinn (entsprechend dem Kernbetriebsgewinn) stieg um 15% auf 619 Mio (+20% zu kWk). Der Kerngewinn je Aktie nahm um 16% auf 4,41 CHF zu (+20% zu kWk). Der vollständig verwässerte Gewinn je Titel nach US-GAAP wuchs um 53% (+60% kWk) auf 3,92 CHF. Der Kernreingewinn wird mit 509 Mio um 13% (+17% zu kWk) höher ausgewiesen.

Tieferer F&E-Aufwand
Dem stehen ein Kernaufwand für Forschung und Entwicklung von 356 Mio CHF gegenüber, was einem Rückgang um 11% entspricht. Hingegen stieg der Kernaufwand für Vertrieb und Verwaltung leicht um 2% auf 601 Mio. Insgesamt resultiert so ein um 2% tieferer Kernbetriebsaufwand von 1,17 Mrd CHF.

Dividende soll auf 1,20 Franken je Aktie erhöht werden
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung für das Berichtsjahr die Ausschüttung einer erhöhten Dividende von 1,20 CHF je Aktie vor, nach 1,00 CHF im Vorjahr. Per Ende 2013 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel und Bareinlagen von 1,5 Mrd CHF. Davon entfielen 613 Mio (VJ 369 Mio) auf gebundene Mittel. Zudem hält Actelion laut Mitteilung 9,1 Mio eigene Aktien.

Erwartungen teilweise deutlich übertroffen
Actelion hat mit dem Jahresabschluss die Konsensschätzungen von Analysten teils deutlich übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Umsatz von 1,76 Mrd CHF, Tracleer-Verkäufe von 1,50 Mrd, einen US-GAAP-EBIT von 473,8 Mio und einen voll verwässerten US-GAAP-EPS von 3,26 CHF erwartet.

Umsatzprognosen für Opsumit bestätigt
«Actelion kann auf ein wirklich herausragendes Jahr 2013 zurückblicken. Wir haben unsere Strategie umgesetzt und einen höheren Gewinn erzielt als erwartet», lässt sich CEO Jean-Paul Clozel in der Mitteilung zitieren. Für die Zukunft werde die Entwicklungspipeline von Actelion voraussichtlich weitere Wachstumsmöglichkeiten bieten. Auf der Basis der Erfahrungen mit der Markteinführung von Opsumit in den USA prognostiziert Chief Operating Officer Otto Schwarz: «Deshalb geht Actelion davon aus, dass die Umsatzzahlen von Opsumit diejenigen von Tracleer noch überschreiten werden.» Damit bestätigt er frühere Aussagen.

Was den seit längerem laufenden Streitfall mit Asahi angeht, habe das Unternehmen beim Supreme Court von Kalifornien einen Antrag auf Überprüfung der Entscheidung des Court of Appeal eingereicht, heisst es weiter. Letzterer hatte das abgeänderte Urteil einer Vorinstanz bestätigt. Im Berichtsjahr erhöhte das Unternehmen die Rückstellungen für den Rechtsfall um 250 Mio CHF, was den Anstieg der gebundenen Mittel erklärt.

Ausblick angehoben
Für das Geschäftsjahr 2014 erhöht das Management die Guidance. So wird für 2014 ein Wachstum des Kerngewinns im niedrigen einstelligen Prozentbereich (zu kWk) erwartet. Zuvor war Actelion für 2014 davon ausgegangen, den Kerngewinn mindestens auf dem Niveau von 2013 zu halten. Für das Jahr 2015 erwartet das Unternehmen ein weiteres Wachstum des Kerngewinns im niedrigen einstelligen Prozentbereich, dies wiederum auf einer erhöhten Ausgangsbasis. (awp/mc/pg)

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