Adval Tech profitiert von Erholung am Automobilmarkt

Adval Tech profitiert von Erholung am Automobilmarkt
René Rothen, CEO Adval Tech. (Copyright: Adval Tech)

Niederwangen – Adval Tech hat im ersten Halbjahr – wie im Juli angekündigt – den Umsatz kräftig gesteigert und die Profitabilität stark verbessert. Der Automobilzulieferer profitierte von der Erholung am weltweiten Automarkt, nachdem dieser vor Jahresfrist im Zuge der Coronakrise eingebrochen war. Probleme wie Lieferengpässe oder steigende Preise belasten das Geschäft aber nach wie vor.

Die Gesamtleistung der Adval Tech-Gruppe stieg in der ersten Jahreshälfte um 47 Prozent auf 90,4 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. In der Vorabmeldung im Juli war ein Anstieg von rund 50 Prozent in Aussicht gestellt worden. Die bereits im zweiten Halbjahr 2020 festgestellte Erholung der Automobilmärkte mit einem Anstieg auf knapp 80 Millionen Franken habe sich im laufenden Jahr fortgesetzt.

Allerdings seien die Geschäfte nach wie vor von Corona und den Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie an den verschiedenen Standorten der Gruppe geprägt, heisst es weiter. Auf Kurzarbeit habe Adval Tech in der ersten Jahreshälfte 2021 verzichten können. Dagegen machten die Verknappung von Rohmaterialien und Zulieferteilen sowie die damit verbundenen Lieferengpässe und Preiserhöhungen zu schaffen.

Der Mangel an mikroelektronischen Bauteilen habe beispielsweise dazu geführt, dass die Automobilhersteller ihre Produktion zurückfahren mussten. Das habe Adval Tech an ihren Standorten in Ungarn und in Mexiko zu spüren bekommen. Und in Brasilien war die Gruppe in den ersten sechs Monaten gleich von drei Preiserhöhungsrunden für Stahl konfrontiert.

EBIT-Marge klettert auf 6,4%
Trotz der Herausforderungen für die Produktion konnte Adval Tech die Ergebnisse im ersten Halbjahr deutlich verbessern. Das Betriebsergebnis (EBIT) klettert auf 5,8 Millionen Franken nach nur 1,3 Millionen in der Vorjahresperiode. Die entsprechende Marge rückte damit um 4,3 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent vor.

Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 4,3 Millionen Franken, nachdem Adval Tech im Vorjahr mit 0,05 Millionen nur ein kleines Plus erreicht hatte. In der zweiten Jahreshälfte 2020 hatte die Gruppe bereits einen Reingewinn von 4,3 Millionen Franken erzielt.

Einen Dämpfer musste Adval Tech in Brasilien hinnehmen. Da Ford dort im Januar überraschend und mit sofortiger Wirkung seine drei Werke schloss, musste Adval Tech do Brasil Indústria de Autopeças als Zulieferer von Ford ihren Betrieb restrukturieren, was das Ergebnis mit 0,2 Millionen Franken belastet hat.

Weiterhin keine Guidance
Auf Prognosen zur Gesamtleistung oder dem Betriebsergebnis für 2021 verzichtet Adval Tech nach wie vor. Das wirtschaftliche Umfeld und Prognose dazu blieben weiterhin äusserst schwierig, heisst es. Weder betreffend des weiteren Verlaufs der Pandemie noch zu den Lieferengpässen bei Rohstoffen und Elektronikkomponenten sei absehbar, wie sich die kommenden Monaten entwickeln würden.

Als Folge der anhaltenden Unsicherheiten für die Automobilindustrie will Adval Tech etwa betreffend Kosten und Investitionen Zurückhaltung an den Tag legen. In der ersten Jahreshälfte wurden 0,9 Millionen Franken in Sachanlagen investiert. Der operative Free Cashflow lag bei -1,0 Millionen Franken. (awp/mc/pg)

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