Adval Tech: René Rothen neuer CEO

René Rothen
René Rothen, CEO Adval Tech. (Copyright: Adval Tech)

René Rothen übernimmt im Laufe des Jahres die Chef-Position bei Adval Tech. (Foto: Adval Tech)

Niederwangen – Das Technologie-Unternehmen Adval Tech will mit einem neuen Konzernchef und vereinfachter Organisationsstruktur wieder in die Gewinnzone zurückfinden. Der bisherige Leiter des Segments Automotive, René Rothen, übernimmt die Konzernspitze im Laufe des Jahres.

Die sich in einer Reorganisation befindende Industriegruppe rechnet für das laufende Geschäftsjahr 2012 mit einer Steigerung der Gesamtleistung um 4 bis 7%. Positiv auf den Umsatz dürften sich vor allem einige grössere Projekte im Automotive-Markt auswirken, die im Laufe des Jahres die volle Produktionsphase erreichen werden, wie die in den Bereichen Stanzen und Umformen von Metall sowie im Spritzgiessen von Kunststoff tätige Adval Tech anlässlich der für heute angesagten Bilanzmedienkonferenz mitteilte.

Zuversichtlich für Turnaround
Die Gruppe zeigt sich zuversichtlich, auf Stufe EBIT den Turnaround zu schaffen, sofern es nicht zu weiteren nachhaltigen Entwicklungen in den massgeglichen Kapitalmärkten und Volkswirtschaften komme. Auch für das im Jahr 2011 deutlich negative Reinergebnis wird eine markante Verbesserung erwartet.

Rothen löst Meyer ab
Im Zuge der laufenden Strategieüberprüfung hat Adval Tech den bisherigen Leiter des Segments Automotiv, René Rothen, zum neuen CEO ernannt. Er soll im Laufe des Jahres den bisher interimistisch in dieser Funktion tätigen Stephan Meyer ablösen.

Grosses Entwicklungspotenzial
Die Strategieüberprüfung habe bisher ergeben, dass das Unternehmen in allen Tätigkeitsfeldern über grosses Entwicklungspotential verfüge. Allerdings würden alle Geschäftsfelder bedeutende Investitionen verlangen, was nicht überall gleichzeitig geleistet werden könne.

Deshalb soll der Tätigkeitsbereich verschmälert und die Kräfte auf weniger Aktivitätsfelder mit globaler Ausrichtung beschränkt werden. Um genügend Zeit für diese Neuausrichtung zu erhalten und die Entwicklungschancen in allen Geschäftsfeldern zu wahren, soll die Kapitalbasis gestärkt werden. Im Vorfeld der nächsten GV soll darüber informiert werden, weshalb diese auf den 19. Juni vom 10. Mai verschoben wird.

Börsenkotierung soll bleiben
Adval Tech soll aber auch in Zukunft eine börsenkotierte, global ausgerichtete Unternehmensgruppe bleiben, organisatorisch aber vereinfacht und verschlankt werden. Die beiden bisherigen Divisionen werden aufgelöst, um so mit den Gruppengesellschaften näher am Markt zu operieren und diese direkter führen zu können.

Neue Struktur
Neu wird die Gruppe in die Bereiche Components (Serienteile) und Molds (Formen) gegliedert und innerhalb dieser Bereiche nach geografischen Märkten organisiert. So soll eine stärkere Fokussierung und eine bessere Ausnutzung von Synergien erreicht werden. In China wird die Gesellschaft Omni Plastics Xiamen in die Omni Plastics (Suzhou) Co. Ltd integriert.

Tiefrote Zahlen im letzten Jahr
Bereits im März hatte das Unternehmen die tiefroten Zahlen für das Gesamtjahr 2011 bekanntgegeben. Aufgrund des starken Frankens sank die Gesamtleistung um 32% auf 284,9 Mio CHF und der Nettoumsatz um 36% auf 264,0 Mio. Der EBIT verschlechterte sich auf -5,0 Mio, nach einem Gewinn von 1,6 Mio im Vorjahr und das Reinergebnis ging auf -16,3 Mio von -10,9 Mio zurück. Entsprechend wird auch auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet.

Im vergangenen August hatte das Unternehmen die Prüfung verschiedener Szenarien und Massnahmen zur Entschärfung der Standortnachteile angekündigt. Mit dem Verkauf der Lohnfertigung für CD- und DVD-Verpackungen in Muri, der Schliessung des Standortes Merenschwand sowie dem Verkauf des Werks Bodenweid in Bern-Bümpliz ist nun ein Gesamtleistungsvolumen von 25,9 Mio CHF weggefallen. Ohne diese Effekte und ohne die negativen Währungseinflüsse hätte im Gesamtjahr 2011 für die weitergeführten Geschäftsbereiche ein Wachstum von rund 10% resultiert. (awp/mc/pg)

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